Friesoythe Die kleinen grauen Boxen stehen im Kreis. Vorsichtig öffnen die Tierpfleger die Gittertüren und schon schießen kleine, sandfarbene Fellkugeln aus den Käfigen und flitzen durch den Raum. Schnell hat das erste Erdmännchen den Ausgang gefunden, die Tiere schlüpfen hinaus und schon ist es eingeweiht, das neue Erdmännchen-Gehege im Tier- und Freizeitpark Thüle.

Bei dieser besonderen Eröffnung durften am Dienstag 20 NWZ-Leser dabei sein, die den Besuch bei der NWZ-Aktion „Blick hinter die Kulissen“ gewonnen hatten. „Wir müssen jetzt schauen, ob die Erdmännchen sich auch vertragen“, erklärt Geschäftsführerin Alexandra Grothaus, die die Gäste über das 17 Hektar große Parkgelände führte. „Das könnte noch interessant werden“, meint Grothaus, denn die Tiere stammen aus unterschiedlichen Gruppen.

Vor der „Familienzusammenführung“ im neuen Erdmännchen-Gehege hatten die Besucher schon viele kleine und große Zoobewohner kennengelernt. Los ging es bei den Flamingos, die die Gäste mit großem Geschnatter begrüßten, wenig später jedoch auf einem Bein stehend die Schnäbel für ein Nachmittagsschläfchen unters Gefieder steckten.

Im Affenhaus lernten die Besucher Hanni, Nanni und Anni kennen, drei Krallenäffchen, die die Tierpfleger mit der Flasche aufgezogen haben: „Das machen wir nur, wenn es nicht anders geht“, erklärt Grothaus im Hinblick darauf, dass sich diese Tiere häufig zu sehr an den Menschen gewöhnen und später schlecht mit Artgenossen zurechtkämen. Deshalb werde der Kontakt zum Menschen auch so gering wie möglich gehalten.

Während Karakal Amir nervös in seinem Gehege auf und ab tigert, weil die ihm angetraute Katzendame mit den Jungen im Haus ist und er draußen bleiben muss, hält Spike Siesta. Dem Titel „König der Tiere“ macht der weiße Löwe alle Ehre und thront auf einer Plattform in seinem großen Gehege. „Freiwillig würde der sich gar nicht bewegen“, sagt Grothaus, „bei uns gibt’s ja auch Essen auf Rädern.“

Essenszeit ist indes auch bei den Pinguinen: Pfleger Ralf Haidenkummer versorgt die befrackten Vögel mit frischem Fisch. Unterstützt wird er dabei mehr oder minder von Affenbaby „Lui“, das mit seinen kleinen Händen immer wieder in den Metalleimer greift, wenn es nicht gerade am Daumen nuckelt. Haidenkummer ist Luis’ Ersatzpapa, der kleine Gibbon sitzt in seiner Weste und begleitet ihn so auf Schritt und Tritt – auch nach Feierabend, wie Alexandra Grothaus berichtet.


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Greta Block Volontärin / NWZ-Redaktion
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