Vordersten-Thüle Der Niedersächsische Umweltminister Stefan Wenzel (Bündnis 90/Die Grünen) will in einem Energieszenario ermitteln lassen, wie sich verschiedene Wege der Energiewende auswirken. Daraus solle ein Klimaschutzgesetz entstehen. Das sagte Wenzel am Montagabend auf dem „cramer ampts mahl“ in Vordersten Thüle (Kreis Cloppenburg) – einer Veranstaltung der Wirtschaftlichen Vereinigung Oldenburg – Der Kleine Kreis.

Vor 162 geladenen Gästen aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Kirche sprach Wenzel über „Energie- und umweltpolitische Herausforderungen für Niedersachsen“, nachdem er vom Vorsitzenden der Vereinigung, Professor Dr. Heinz-W. Appelhoff, zum Ehrencramer ernannt worden war.

Professor Dr. Appelhoff hatte den Festredner zuvor an die Aussage des ehemaligen Grünen-Umweltministers Jürgen Trittin erinnert, dass den Bürger die Energiewende nicht mehr als eine Kugel Eis im Monat kosten würde. Die Realität sehe anders aus. Strom aus Sonne und Wind sei nicht nur teuer, sondern müsse auch im Ausland „entsorgt“ werden, weil am Markt vorbei produziert werde.

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Umweltminister Stefan Wenzel erkannte den eingebrochenen Emissionsrechtehandel als maßgeblichen Preistreiber der EEG-Umlage. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) warf er in diesem Zusammenhang vor, den Emissionshandel nicht im Zuge der Energiewende mit angepackt zu haben. So ergebe sich die Situation, dass bereits 27 Prozent Strom aus Erneuerbaren Energien produziert werde, gleichzeitig aber der CO2-Ausstoß steige.

Weiterhin Ausnahmen für energieintensive Unternehmen bei der EEG-Umlage zuzulassen, bezeichnete Wenzel als richtig. Wichtig sei aber, sie transparent zu gestalten und Missbrauch zu verhindern. Nicht mehr in den Genuss vergünstigter Strompreise sollen aber Unternehmen der Ernährungswirtschaft auch aus dem Nordwesten kommen. „Hier muss die Politik nachbessern“, forderte dagegen Professor Appelhoff. Wenzel: Die Energiewende biete große Chancen für die Wirtschaft, wenn sie, wie etwa in der Windenergie, die Technologieführerschaft übernehme.

Reiner Kramer stv. Redaktionsleitung Cloppenburg/Friesoythe / Redaktion Münsterland
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