JADERBERG Nach dem Abitur, das stand für die jetzt 20-jährige Jaderbergerin Franziska Weiss fest, würde sie sich einen Traum verwirklichen: Ein Jahr „travel and work“ (reisen und arbeiten) in Australien. Franziska: „Es kam die Zeit des Kofferpackens, nachdem ich ein Jahr mit Vorbereitungen verbracht hatte. Ich hatte meinen Reisepass, einen internationalen Führerschein und mein Visum sowie einen Anlaufpunkt in Australien, da mir ein älteres Ehepaar angeboten hatte, bei ihnen zu wohnen.“

Nette Gasteltern

Am 23. Juni 2009 ging es von Bremen in rund 24 Stunden nach Adelaide. Dort traf Franziska auf sehr nette Gasteltern. Nach langer Suche fand sie nach etwa zwei Monaten endlich einen Job. Franziska: „Hier hieß es, Mut zum Englisch beweisen, da ich als ,Fundraiser’ arbeitete und somit viel mit Menschen zu tun hatte“. Ihre Arbeit hielt sie nicht nur in Adelaide, sie jobbte auch in anderen Städten. Franziska: „Es war sehr spannend, mit so vielen Menschen in Kontakt zu kommen.“

Nach Weihnachten begann die Zeit des Reisens. Franziska hatte sich ein Zugticket der Great Southern Rail geholt, das es ermöglicht, sechs Monate mit verschiedenen Bahnlinien zu fahren. Die erste Reise ging über Silvester mit einem Freund nach Melbourne. Franziska: „Melbourne ist eine sehr multikulturelle Stadt und hat sehr viele Sehenswürdigkeiten“. Melbourne war auch Ausgangspunkt zur Great Ocean Road.

Die nächste Reise führte nach Western Australia. Dort kam das echte Australienfeeling auf. Von einem Ort zum anderen fuhr die Jaderbergerin durch eine Halbwüste. Kängurus hopsten durch die Gegend, Delfine konnte sie in Monkey Mia hautnah erleben, und Fischen und Schildkröten konnte sie beim Schnorcheln sehen. „Dafür war man teilweise drei Tage in Orten gefangen, in denen es nichts zu tun gab. Auf dem Rückweg nach Adelaide stieg dann meine Vorfreude auf den Besuch meiner Mutter“, erzählt Franziska.

Unberührte Natur

Mit ihr und ihrem Freund ging es zum Ayers Rock und an die Ostküste. Dort gab es grüne Landschaften, viele Wasserfälle. Eine weitere Station war Tasmanien, wo es wesentlich kälter wurde. Überwältigt waren die Wesermärschler von der unberührten Natur.

Als letztes fehlte noch das Northern Territory. Darwin ist klein im Vergleich zu anderen Großstädten und vom tropischen Wetter und den dort lebenden Krokodilen geprägt. Darwin ist aber auch der Ausgangspunkt zum Kakadu National Park, der noch unberührte Natur, Wasserfälle und einen Einblick in die Kultur der Ureinwohner bietet.

Franziska zieht Bilanz: „Das Jahr in Australien ist viel zu schnell vergangen. Australien ist definitiv ein Land der Extreme. So hatte ich zum Beispiel 47 Grad in Adelaide, 90 Prozent Luftfeuchtigkeit in Darwin, Schnee in Tasmanien und ein dreiviertel Jahr nicht einen einzigen Regentropfen in Adelaide. Außerdem habe ich 220 Stunden im Zug verbracht.“

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