Berlin /Elsfleth Die Werft, in der die Gorch Fock liegt, ist offenbar insolvent. Die Geschäftsführung des Unternehmens „Elsflether Werft“ will am Mittwoch bei Gericht Insolvenz anmelden. Das erfuhr das ARD-Hauptstadtstudio nach einem Termin der Geschäftsführung im Verteidigungsministerium am Dienstag. Am Mittwoch wird sich der Haushaltsausschuss des Bundestages mit dem Vorgang befassen, meldet die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ).

Die Werft habe Außenstände in zweistelliger Millionenhöhe, hieß es. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung sollen es mehr als 20 Millionen Euro sein. Mehrere Unterauftragnehmer hätten seit mehreren Monaten kein Geld erhalten.

NWZ-Spezial: Skandal um die Gorch Fock

Wie es nach einer möglichen Insolvenz weiter geht, ist offen. Eine Insolvenz bedeutet nicht, dass das Unternehmen aufgelöst werden muss. Möglich wäre auch, dass Unternehmensleitung und Gläubiger sich verständigen und der Geschäftsbetrieb weitergeht.

Das Verteidigungsministerium hatte angekündigt, eine Entscheidung darüber, ob die Gorch Fock weitergebaut werden soll, erst in den kommenden Wochen zu fällen. Bis Anfang Januar hatte die Bundesregierung 69 Millionen Euro für die Sanierung des Segelschulschiffes ausgegeben. Die Kosten für die Wiederherstellung waren im vergangenen Jahr auf 135 Millionen Euro geschätzt worden.

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Die Elsflether Werft gehört einer Stiftung. Die Justizbehörde Hamburg hatte den Vorstand der Werft abberufen. Ihm wird Pflichtverletzung zu Lasten der Werft vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Daraufhin war auch die Geschäftsführung der Werft Ende Januar ausgetauscht worden. Die beiden neuen Geschäftsführer sind mit dem Ziel gestartet, dem Verteidigungsministerium ein Angebot zur Sanierung der Gorch Fock zu unterbreiten.

Norbert Martens Redakteur / Online-Redaktion
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