Cloppenburg-Stapelfeld /Emstek Oldenburg /Vechta Mit insgesamt 6500 Euro Preisgeld hat der Vorsitzende des oldenburgischen Caritasrates, Prälat Peter Kossen, jetzt vier ehrenamtliche Gruppen aus dem Oldenburger Land ausgezeichnet.

Insgesamt hatten sich 43 kirchliche und nicht-kirchliche Gruppen um den vierten Caritas-Sozialpreis des oldenburgischen katholischen Wohlfahrtsverbandes beworben.

Den mit 3000 Euro dotierten ersten Platz hat der Verein „Hilfe bei Krebs“ in Vechta erhalten. 2003 gegründet sei es das Anliegen, Tumorpatienten und ihre Angehörigen zu unterstützen, schilderte Kossen. Dies geschehe beispielsweise durch Frühstückstreffen an jedem ersten und dritten Mittwoch im Monat, bei denen Vorträge zu medizinischen oder spirituellen Themen gehalten würden. Neuestes Angebot des Vereins: Einzelgespräche mit einer auf Krebserkrankungen spezialisierten Psychologin.

Arbeit mit Flüchtlingen

Der zweite Preis verbunden mit 2000 Euro ging an die Flüchtlingsarbeit der Gemeinde Emstek stellvertretend für die vielen Flüchtlings-Initiativen. Intuitiv sei in der südoldenburgischen Gemeinde ein Fahrdienst zu Deutschkursen entstanden, ein ‚Café international‘ oder eine von 17 Frauen betriebene Kleiderkammer.

Es gebe Familienpatenschaften und Grillfeste von Einheimischen mit Zugewanderten. Insgesamt seien 70 Personen an der Hilfe beteiligt, sagte Kossen.

Den dritten mit 1000 Euro dotierten Preis hat die Online-Beratung www.da-sein.de in Trägerschaft der Stiftung Hospizdienst Oldenburg erhalten.

Junge Menschen ab dem Alter von zwölf Jahren werden dort in Lebenskrisen von jungen Menschen per Mail beraten. 2013 ins Leben gerufen sind in der bundesweit einzigartigen Initiative derzeit 30 Ehrenamtliche zwischen 15 und 27 tätig.

Preis für Lepra-Hilfe

Einen Sonderpreis in Höhe von 500 Euro überreichte der Vechtaer Prälat an den Lepra-Arbeitskreis aus Vechta-Langförden. Seit 1973 würde dort kontinuierlich gehäkelt, gestrickt oder gebacken zugunsten von Leprakranken in Indien, Afrika und Brasilien. Gesamterlös der 60 Damen im Alter von 55 bis 92 bisher: 439.000 Euro.

Zuvor hatte Kossen Herkunft und Bedeutung des biblischen Begriffes der Barmherzigkeit erläutert: Diese habe nach jüdisch-christlichem Verständnis die Freiheit des Menschen zum Ziel. Das hebräische Wort für Barmherzigkeit stehe auch für den weiblichen Mutterschoß wolle eine „Hilfestellung zu umfassender Teilhabe“ sein. Kossen: „Barmherzigkeit ist Gottes Art, gerecht zu sein.“

Auf die Zahl von 500 000 Hauptamtlichen und noch einmal so vieler Ehrenamtlicher innerhalb des Deutschen Caritasverbandes hat Caritasdirektor Dr. Gerhard Tepe in seiner Begrüßung nicht ohne Stolz hingewiesen. Gleichzeitig dankte er allen freiwilligen Helfern, die sich in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens engagieren.

Lars Reckermann
Chefredakteur
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