Walldorf Europas größter Softwarehersteller SAP hat im zweiten Quartal die Handelsstreitigkeiten auf der Welt zu spüren bekommen. Zwar wächst das Geschäft mit der Software zur Miete weiter kräftig und wurde deutlich rentabler, wie der Quartalsbericht ergibt. Doch Abfindungen und höhere Kosten für aktienbasierte Vergütungen schmälerten den Gewinn, in Asien schwächelte der Lizenzverkauf.

Der Aktie rutschte nach Handelsbeginn um 10 Prozent ab. Der Handel wurde sogar kurz unterbrochen.

Der Umsatz von SAP kletterte im zweiten Quartal vor allem dank des boomenden Cloudgeschäfts und des übernommenen US-Datenanbieters Qualtrics um elf Prozent auf 6,6 Milliarden Euro. Der Umsatz in der Cloud wuchs um 40 Prozent, aber Auftragseingänge verlangsamten sich.

Die profitablere Lizenzsoftware schnitt schwächer ab als gedacht. Der schwelende Handelskonflikt zwischen den USA und China bremste das Asiengeschäft. Der SAP-Gewinn sackte auch wegen Abfindungsaufwand um fast ein Fünftel auf 582 Mio. Euro ab.

Tobias Schmidt Korrespondentenbüro Berlin
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.
DIE WIRTSCHAFT

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.