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Oldenburg Die Landwirtschaft steht vor vielen Herausforderungen, etwa die qualifizierte Ausbildung als Basis für zukunftsfähige Arbeitsplätze. Daher hat die Landwirtschaftskammer Niedersachsen mit ihren Referenten Peter Schwenker und Matthias Brandner am Donnerstag auf der Messe Regio Agrar Weser-Ems in Oldenburg (bis diesen Freitag) über die Lage am Ausbildungsmarkt informiert. Der zweite Messetag stand im Zeichen des Themas Karriere in grünen Berufen.

„Das Duale Studium ist ein Erfolgsmodell“, sagte Schwenker, denn es biete sowohl Vorteile für Betriebe als auch für die Auszubildenden – etwa die Reduzierung der Einarbeitungszeit und erhöhte Betriebstreue. Von 14 grünen Berufen werden in der Region zwölf angeboten, vom Werker bis zum Gärtner, erklärte Schwenker.

Insgesamt haben in Niedersachsen 5804 Personen 2015 eine Ausbildung im A­grarbereich absolviert, „die Tendenz ist seit Jahren steigend“, sagte Schwenker. 25 000 Fachkräfte waren 2015 im Agrarbereich beschäftigt, 9400 davon entfielen auf die Metropolregion Nordwest. „Das zeigt, dass die Region ein Motor für die Landwirtschaft ist“, sagte Brandner. 10 442 als arbeitslos Gemeldete aus den grünen Berufen in Niedersachsen standen 1122 offenen Stellen gegenüber – das bedeutet, dass auf eine freie Stelle im Schnitt 9,3 Bewerber entfielen. „Darauf sollten wir uns aber nicht ausruhen“, sagte Brandner.

Denn beim Blick auf einzelne Regionen fällt auf, dass etwa in Oldenburg 2,6 und in Osnabrück nur 1,6 Bewerber auf eine freie Stelle entfielen. „Ab einem Wert von 3,0 spricht man von einem Indiz für einen Fachkräftemangel“, sagte Brandner.

In einer Diskussionsrunde mit Unternehmern, Ausbildern und Arbeitgebern wurde deutlich, dass „der Trend in der Agrarbranche verstärkt von Familien- zu mitarbeiterbegleitenden Betrieben geht“, sagte Unternehmer Jürn Diers (Oldenburg).

„In Niedersachsen gab es 2007 49 917 landwirtschaftliche Betriebe. 2015 waren es 39 500. Trotzdem ist der Anteil der Beschäftigten von 40 050 im Jahr 2007 auf 48 000 im vergangenen Jahr gestiegen“, sagte Brandner. Neben Wachstum sei die ständige Weiterbildung in der Branche wichtig – etwa bei neuer Technik oder Änderungen rechtlicher Angelegenheiten.

Auffällig: Immer mehr Quereinsteiger beginnen eine Ausbildung im Agrarsektor. „Meine Erfahrungen sind positiv. Die Azubis sind sehr interessiert und unvoreingenommen“, sagte Ausbilder Eckhard Thye (Westerstede).


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Sabrina Wendt Redakteurin / Wirtschaftsredaktion
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