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BREMEN Großes Lob für die Geschäftsentwicklung, zugleich diverse Fragen zum Wechsel an der Vorstandsspitze und Nörgelei am Aktienkurs – dies prägte am Donnerstag die Hauptversammlung der Oldenburgischen Landesbank (OLB). Die Regionalbank mit bundesweiter Allianz-Bank-Sparte hielt ihr Aktionärstreffen erstmals in Bremen ab – dort war 2009 eine Filiale eröffnet worden.

Überraschend stellte sich eingangs der – „privat“ anwesende – künftige Vorstandssprecher Dr. Achim Kassow (44) den fast 900 Aktionären und Gästen vor. Er freue sich, nach vielen Tätigkeiten mit Teilverantwortung bei unterschiedlichen Instituten ab August „Verantwortung für das Ganze“ übernehmen zu dürfen, sagte Kassow. Er kommt aus dem Vorstand der Commerzbank nach Oldenburg.

Wie berichtet, war kürzlich der bisherige Vorstandssprecher Benedikt Buhl (51) im Anschluss an eine Aufsichtsratssitzung überraschend ausgeschieden. Begründung: Unterschiedliche Auffassungen über die zukünftige strategische Ausrichtung. Mehrere Aktionäre wollten es genauer wissen und bohrten nach.

Aufsichtsratsvorsitzender Andree Moschner (Allianz Deutschland AG) ließ sich nur entlocken, die OLB sei einerseits regional aufgestellt und betreibe zugleich einen bundesweiten Zweig (Allianz-Bank). „Beim Zusammenspiel dieser Funktionen“ habe es „zum Teil unterschiedliche Auffassungen gegeben“, so Moschner.

Es sei schon „von besonderem Interesse, wie denn die strategische Ausrichtung aussehen soll“, meinte Dr. Peer Koch für die Aktionärsvereinigung DSW. Aktionär Thomas Kloth betonte, Buhl habe einen sehr positiven Eindruck hinterlassen. Die Zahlen zur Allianz-Bank nannte er „ernüchternd“. Der frühere Mitarbeiter Horst Albers fragte: „Wohin will die OLB?“

Der stellvertretende Vorstandssprecher Dr. Peter Schinzing bekräftigte das Geschäftsmodell. Der Nordwesten bleibe die „Basis für den Erfolg der OLB“. Zudem werde man „die große Chance nutzen, die uns der Allianz-Konzern mit dem Ausbau des Allianz-Bank-Geschäfts bietet“, mit 19 Millionen Allianz-Kunden und 10 000 Vertretungen. Es ließen sich „erste Wachstumserfolge erkennen“, sagte Schinzing. So sei die Zahl der Allianz-Bank-Kunden 2010 um fast fünf Prozent gestiegen. Zusammen mit den 240 000 im Jahr 2010 übernommenen Kunden der „Allianz Global Investors“ habe man zum Jahreswechsel „eine solide Basis von 600 000 Kunden“ erreicht. Die Anlaufverluste werden – wie berichtet – von der Allianz abgedeckt. Für 2014 wird laut Schinzing ein ausgeglichenes Ergebnis angepeilt. Moschner sagte, die Entwicklung laufe „bisher planmäßig“. Insgesamt sei die OLB auf guten Weg,

2010 sei ein „sehr erfolgreiches Geschäftsjahr“ gewesen, bilanzierte Schinzing. Das Vorsteuerergebnis wurde – wie berichtet – um 40,5 Prozent auf 70,8 Millionen Millionen Euro gesteigert, die Dividende wird von 60 Cent auf einen Euro erhöht. 2011 sei ein „guter Start“ gelungen.

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„Ein tolles Ergebnis“ bescheinigte Markus Neumann von der Aktionärsvereinigung SDK der OLB, Kollege Koch von der DSW sah „sehr positive Entwicklungen“. Aber von der Rekorddividende von 2006/2007 in Höhe von 1,90 Euro je Aktie sei man noch weit entfernt, meinte Neumann. Dies sei ein „Auftrag“ für die neue Vorstandsspitze. Es sei zu wünschen, dass Kassow länger an der Spitze bleibe als zuvor Bernd Span und Benedikt Buhl. Mehrere Aktionäre kritisierten den Aktienkurs der OLB. Damit könne „niemand zufrieden sein“.

Wie in jedem Jahr gab es zum Abschluss der Hauptversammlung ein Spargelessen. Wie bei der OLB üblich, wurden auch Schüler zur Teilnahme an der „HV“ eingeladen. In diesem Jahr waren dabei: Berufsbildende Schulen I Delmenhorst; Artland-Gymnasium Quakenbrück; Gymnasium Antonianum Vechta, Conerus-Schule Norden; BBS Wildeshausen/ Fachgymnasium Wirtschaft; BBS 1 Wilhelmshaven.

Rüdiger zu Klampen Redaktionsleitung / Wirtschaftsredaktion
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