Osnabrück (dpa) - Seit Jahresbeginn dürfen überlange Lastwagen auf einigen deutschen Straßen fahren - ein Logistikverband hat nun die Kritik des Bundesumweltministeriums daran zurückgewiesen.

Sie könnten die Kritik an der Freigabe bestimmter Autobahnen und Straßen für Lang-Lkw nicht nachvollziehen, sagte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des BGL, Adolf Zobel, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Warum macht man fünf Jahre lang einen Feldversuch und stellt das Ergebnis dann wieder in Frage?"

Seit Jahresbeginn dürfen besonders lange Lastwagen regulär auf bestimmten Straßen in Deutschland unterwegs sein. Die sogenannten Gigaliner können bis zu 25,25 Meter lang sein, das sind 6,5 Meter mehr als die bisher erlaubte LKW-Länge. Das Bundesumweltministerium von Barbara Hendricks (SPD) hatte am Montag kritisiert, dass die Umweltbelastungen durch die Gigaliner und die Auswirkungen auf den Schienenverkehr noch nicht ausreichend untersucht seien.

Das Verkehrsministerium hatte widersprochen und betont, das Umweltministerium sei in die Entscheidung mit eingebunden gewesen. Zobel vom Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) warb für den Einsatz langer Lkw. Ein Feldversuch habe gezeigt, dass es keine Verlagerung der Fracht von der Schiene auf die Straße gebe. Lang-Lkw eigneten sich besonders dafür, leichte Güter mit viel Volumen zu transportieren. Hier bestehe "keine Konkurrenz zum Kerngeschäft der Schienentransportdienstleister", sagte er.

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