Oldenburg Detlev Hecker, eine der großen Unternehmerpersönlichkeiten des Nordwestens, ist am Sonntag gestorben. Der 75-Jährige litt bereits seit längerer Zeit an einer schweren Krankheit.

Hecker stand über Jahrzehnte als geschäftsführender Gesellschafter an der Spitze der Oldenburger Baugruppe Heinrich Hecker, die an zahlreichen prominenten Projekten in der Region und weit darüber hinaus mitwirkte – darunter der Jade-Weser-Port, die Airbus-Fläche am Mühlenberger Loch in Hamburg, der Kieler Fähranleger oder die Sanierung der Emder Seeschleuse.

Der Diplom-Bauingenieur war 1968 in das Unternehmen seines Vaters eingetreten und hatte es als Eckpfeiler des mittelständisch geprägten Bausektors des Nordwestens weiterentwickelt. In den Jahren nach der Jahrtausendwende zog Detlev Hecker sich nach und nach zurück.

Besonders vielen Menschen ist Hecker durch sein ehrenamtliches Engagement für die Region bekannt. Schon im Mai 1972 wurde er in den Vorstand des Arbeitgeberverbandes Oldenburg (AGV) gewählt. 1992 rückte er an die Vorstandsspitze. 13 Jahre lang prägte er anschließend den Verband. 2005 wurde Detlev Hecker zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Er habe auch „einen Freund verloren“, sagte Jörg Waskönig (Waskönig + Walter/Ramsloh), der Hecker an der AGV-Spitze nachfolgte, in einer ersten Reaktion. Heckers Zeit als Vorstandsvorsitzender, das seien „entscheidende Jahre“ für den Verband gewesen. Der Bauunternehmer sei „wichtiger Impulsgeber“ geworden. Der AGV habe sich zum Kern der zweitgrößten Verbändegemeinschaft Niedersachsens entwickelt. Hecker habe auch nach seinem Ausscheiden die Vorstandsaktivitäten engagiert weiter mit begleitet.

„Detlev Hecker war ein bedeutender Unternehmer und ein großer Freund des Oldenburger Landes“, würdigte auch Dr. Joachim Peters, Hauptgeschäftsführer der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer (IHK), das Werk des Oldenburgers. Er habe sich „im positiven Sinne eingemischt und zu Wort gemeldet. Sein kritischer Geist hatte Gewicht, sein Wirken hat Spuren hinterlassen“.

Auch in der Selbstverwaltungsorganisation der Deutschen Rentenversicherung hatte Detlev Hecker sich viele Jahre engagiert. Er war zudem lange im Vorstand des Bauindustrieverbandes Niedersachsen-Bremen.

Der Bauunternehmer drängte sich nicht in den Vordergrund, heißt es in seiner Umgebung. Er habe lieber gehandelt. Hecker liebte Kunst, auch klare Worte, etwa zur Tarifpolitik – und bleibt zugleich den Wegbegleitern für seine oft humorige Art in Erinnerung. „Man sollte auch ernsthafte Dinge mit einem Lachen ansprechen. Dann hören die Leute auch besser zu“, sagte er einmal.

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Detlev Hecker hinterlässt seine Frau Ingeborg, zwei Kinder und zwei Enkelkinder.


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