NEW YORK /BERLIN /FRANKFURT Die Autoclubs raten zu sparsamer Fahrweise. Kritisiert wird der Einfluss von Spekulanten.

Von Christoph Slangen

und Olaf reichert NEW YORK/BERLIN/FRANKFURT - Die nervösen Ölmärkte haben die Benzinpreise in Deutschland auf neue Rekordstände getrieben. So kostete gestern Superbenzin im bundesweiten Durchschnitt an Markentankstellen erstmals mehr als 1,32 Euro je Liter, teilten Sprecher der Mineralölwirtschaft mit.

Am Nachmittag erreichte der Ölpreis im New Yorker Handel ein neues Allzeithoch. Ein Barrel (159 Liter) wurde für 70,90 Dollar gehandelt. Grund war nach Aussage von Börsianern die Angst vor Engpässen wegen des Wirbelsturms „Katrina“. Wegen des Hurrikans waren rund 700 Ölförderstätten im Golf von Mexiko geschlossen worden.

Die Automobilclubs ADAC und AvD rieten den Autofahrern in Deutschland, durch ihr Verhalten Kraftstoff zu sparen und gezielt günstigere Tankstellen anzufahren, um die Markenstationen zu Preissenkungen zu bewegen.

„Letztlich bleibt nur die Möglichkeit, wenig zu verbrauchen und möglichst nur da zu tanken, wo es günstig ist. Alles, was darüber hinaus geht, muss die Politik erledigen“, sagte Sven Janssen, Sprecher des AvD im NWZ-Interview. Ebenso wie sein Kollege Wolfgang Steichle vom ADAC benannte er Spekulanten als eigentliche Preistreiber. „Von den rund 70 Dollar, die das Fass Rohöl heute kostet, entfallen 20 bis 25 Dollar auf Spekulationen“, so Janssen.

Albert Schmidt, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen im Bundestag, befürchtet eine weitere Verteuerung. Ein Preis von 70 Dollar pro Fass werde „nicht das Ende der Fahnenstange sein“, sagte Schmidt der NWZ. Ein Preis von 105 Dollar werde bereits von Investmentbanken erwartet, langfristig könnten 250 Dollar erreicht werden.

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Interview, S.2

Bericht u. Kommentar, S.4

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