VECHTA Stefan Ortmann gönnt sich keine Pause. Er will beim Verbund Oldenburger Münsterland (OM/Vechta) „alles vernünftig übergeben.“ Bis zum 30. Juli ordnet der Geschäftsführer die Dinge für seinen Nachfolger. Dann nur ein kurzes Wochenende – und ab Montag, 2. August, wird er schon in seiner neuen Führungsposition bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) in Oldenburg anzutreffen sein. Der 43-Jährige leitet fortan den wichtigen Geschäftsbereich 3 „Landwirtschaft“ mit rund 450 Mitarbeitern.

Die Entwicklung der regionalen Landwirtschaft mitgestalten – das passt zum Lebenslauf von Ortmann. 15 Jahre lang hat er den Verband „OM“ mit aufgebaut und die Werbetrommel für das Oldenburger Münsterland gerührt. Der 43-Jährige weiß nur zu gut, dass es wesentlich die Agrarwirtschaft mit ihren vor- und nachgelagerten Bereichen war, die die spektakuläre Entwicklung dieser Region ermöglichte.

Natürlich sei nicht alles an dieser Erfolgsstory auf die Verbandsarbeit von OM zurückzuführen, sagt Ortmann bescheiden. Ein Hauptgrund seien vielmehr innovativ denkende Unternehmer und ein wachstumsfreundliches Umfeld. „Was kann ich beitragen, um ein angedachtes Projekt möglich zu machen?“ Dies sei, statt Verhinderungsmentalität, oft das Motto. Doch die Stärken hätten eben auch kommuniziert werden müssen. Das tut der Verbund Oldenburger Münsterland, gegründet aus der Öffentlichkeitsarbeit der Kreise Cloppenburg und Vechta heraus, seit 15 Jahren.

Und seit genau diesem Zeitraum ist Ortmann, der leidenschaftlich organisiert, mobilisiert und Netzwerke knüpft, der Geschäftsführer. „Ich bin hier das Kontinuum“, sagt er. Die Vorsitzenden und Initiatoren waren anfangs die Oberkreisdirektoren Herbert Rausch (Cloppenburg) und Jan-Bernd Eisenbart (Vechta) sowie die Landräte Clemens-August Krapp und Hans Große Beilage. Heute sind Albert Focke (Vechta) und Hans Eveslage (Cloppenburg) die „Köpfe“. Alle haben in den vergangenen 15 Jahren das Bild des Oldenburger Münsterlandes mitgeprägt – auch außerhalb der Region. Sogar auf der Grünen Woche in Berlin zeigt „OM“ regelmäßig Flagge.

Ortmann, der aus Dinklage stammt, war 1995 aus der Kreisverwaltung in Vechta zu dem Projekt gestoßen. Ausgangspunkt war die Image-Arbeit, die bereits von Agenturen geleistet worden war, in Sachen Wirtschaft, Tourismus und Kultur. Heute hat der Verband sechs Mitarbeiter – und das Oldenburger Münsterland ist bei den Kennzahlen noch viel besser geworden. „Auch unser Erscheinungsbild hat massiv gewonnen“, bilanziert der Geschäftsführer.

Wichtig sei ihm stets gewesen, dass das positive Bild, das man von Land und Leuten zu vermitteln versuchte, auch tatsächlich gelebt werde. Man mobilisierte viele Menschen, rückte Unternehmerpersönlichkeiten in den Mittelpunkt und entwickelte zahlreiche konkrete Angebote der Region.

„Immer in Bewegung bleiben“, lautet ein Motto des 43-Jährigen. Dazu passt, dass er schon beim Landkreis Vechta in einer dualen Ausbildung in Oldenburg Verwaltung studierte und neben der Verbandsarbeit per Fernstudium an der FU Berlin Betriebswirtschaft büffelte. Entwicklung, Entfaltung – die Möglichkeit dazu räume er gern auch seinen Mitarbeitern ein, sagt Ortmann auch im Hinblick auf seine neue Aufgabe bei der Landwirtschaftskammer.

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Dort warte ab August „eine Herausforderung“, freut er sich. Die Kammer sei ja längst auf dem richtigen Weg, mit ihrer Markt- und Dienstleistungsorientierung und der vom Präsidenten Arendt Meyer zu Wehdel vorangetriebenen Optimierung.

Bei weiteren Veränderungen „die Menschen mitnehmen“ – das hat Ortmann sich vorgenommen. Groß planen muss er das aber nicht. Es ist einfach seine Mentalität, und er hat damit schon in Vechta einiges erreicht.

Rüdiger zu Klampen Redaktionsleitung / Wirtschaftsredaktion
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