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WILHELMSHAVEN Im Statistikreport der Stadt Wilhelmshaven werten die Mitarbeiter der Amtes für Statistik und Wahlen zweimal im Jahr die Arbeitslosenzahlen für die einzelnen Stadtteile aus. Die Zahlen geben den Politikern auch Hinweise auf soziale Brennpunkte.

Nach den Erkenntnissen von Rudolf Perkams, dem Leiter des Amtes für Statistik und Wahlen, und seiner Mitarbeiter weisen das Hansa- und das Jadeviertel innerhalb des Stadtteiles Bant sowie Tonndeich die relativ höchste Arbeitslosigkeit auf, die etwa um 50 Prozent über dem Durchschnitt der Jadestadt liegt.

Die Arbeitslosenquote betrug zum Stichtag im Dezember 2011 in der Jadestadt 12,4 Prozent. Zu diesem Zeitpunkt waren in Wilhelmshaven insgesamt 4581 Menschen ohne Arbeit. Das Jobcenter zählte 6006 Bedarfsgemeinschaften mit insgesamt 10 975 Personen, davon sind drei Viertel erwerbsfähig.

Von den rund 6000 Bedarfsgemeinschaften haben alleine 1700 ihren Wohnsitz im mit rund 11 000 Einwohnern zweitgrößten Stadtteil Bant, davon mehr als die Hälfte im Jade- und Hansaviertel. In diesen 1700 Bedarfsgemeinschaften lebten Mitte Dezember 2011 rund 3200 Personen. Das bedeutet, dass jeder Vierte in Bant mit einem minimalen Einkommen auskommen muss.

In Heppens, mit rund 14 000 Einwohnern der größte Stadtteil von Wilhelmshaven, beträgt die Zahl der Bedarfsgemeinschaften nur 1167 mit insgesamt 2068 Personen, allerdings gibt es in diesem Stadtteil große Unterschiede. In Tonndeich, das etwa 2500 Einwohner hat, leben derzeit 572 Personen von Grundsicherung. Das sind mehr als ein Fünftel in diesem Teilbereich von Heppens. Im Pädagogenviertel, das auch noch zu Heppens zählt, leben 115 von 1600 Einwohnern von Grundsicherung (Hartz IV).

Soziale Probleme weit über dem Durchschnitt gibt es auch in der Innenstadt und in Fedderwardergroden.

Im mit gut 8000 Einwohnern nach Heppens, Bant und der Innenstadt viertgrößten Stadtteil Fedderwardergroden leben 1492 Menschen von Grundsicherung. In der Innenstadt sind es sogar 1808 und somit wie in Tonndeich etwa jeder fünfte Einwohner.

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In den ländlich geprägten Stadtteilen mit einem hohen Anteil an Einfamilienhäusern sind sowohl die Arbeitslosigkeit als auch die Zahl der Bedarfsgemeinschaften überschaubar. In Sengwarden (rund 1200 Einwohner) leben zwölf Bedarfsgemeinschaften mit 35 Mitgliedern, in Fedderwarden (ca. 1900 Einwohner) 26 Bedarfsgemeinschaften mit 47 Mitgliedern.

In Langewerth, das knapp 500 Einwohner zählt, ist das Problem marginal. Hier wohnen sieben Personen in zwei Bedarfsgemeinschaften, die von Grundsicherung leben, im Maadebogen (1800 Einwohner) sind es 13 in elf Bedarfsgemeinschaften.

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