Cloppenburg Nach über sieben Stunden ließ Auktionator Michael Hellwinkel am Mittwochnachmittag in der Cloppenburger Münsterland-Halle den Hammer erleichtert fallen, als mit Katalog-Nummer 438 die Sallas-Tochter „Geske“ aus dem Stall von Bodo Wilhelmy in Großenkneten-Steinloge für 2100 Euro versteigert war.

Schwerstarbeit hatte der Masterrind-Versteigerer hinter sich. Die letzte Auktion vor dem Ende der Milchquote, die seit 1984 die Milchseen trocken legen und Butterberge schmelzen sollte, aber auch zu „Sofamelkern“ und „Super-Abgaben“ geführt hatte, war mit Spannung erwartet worden. Und bei mancher guten Milchkuh hatte er schon zum Hammerschlag angesetzt, ehe Milchbauern das Gebot dann doch noch erhöhten.

Die Italiener waren gar nicht erst gekommen. Bis in die Poebene hatte sich herumgesprochen, dass bei der letzten Auktion in Lingen der Preis pro Kuh um 350 Euro gestiegen und in Verden wenig später gar 400 Euro mehr bezahlt worden war als beim Termin davor. Und als um 11 Uhr der Hammer nach einem Gebot von 3000 Euro für die Goldday-Tochter Laar aufschlug, nahm der polnische Aufkäufer Reißaus. „Ich komme Ende April wieder“.

Der aus Dunaszeg im Westen Ungarns gekommene Anton Moser hatte die erste Kuh ersteigert. 500 Kühe hat er, 30 sollten gestern dazu ersteigert werden. „Die haben hier die beste Auswahl“, meinte er.

Dann mussten gar für „Pamela“ aus dem Sommer-Stall in Ovelgönne 3200 Euro hingeblättert werden. So und ähnlich ging es weiter. 1600 Euro hatte sich Clemens Oltmann aus Bösel für seine nicht im besten Futter befindliche Elvis-Tochter als Ziel gesetzt. 2050 Euro wurden es.

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Marketing-Chef Hartmut Zingel war am Abend mehr als zufrieden. „Bei 1971 Euro liegt der Durchschnittspreis; 300 Euro mehr als im Februar“.

In sechs Tagen ist die Milchquote (drei Mrd. Euro haben Niedersachsens Milchbauern dafür bezahlt) Geschichte. Einige Betriebe expandieren. Mancher konnte sich nun so gesehen erstmals ohne Angst vor Strafzahlungen mit Milchkühen eindecken. So mancher Verkäufer wusste das und zog auch Kühe durch den Ring, die früher im Stall geblieben wären.

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