WILHELMSHAVEN Bei Renate Sopp-Dreyer im Schubertring schlug am ersten Weihnachtsfeiertag die Nachricht, dass die Pflegeeinrichtung Schaardeich 5, die zur Firma Zentrum ambulanter Pflege gehört, angeblich bis zum 31. Januar dieses Jahres geschlossen werden soll, wie eine Bombe ein. Es hätte nämlich auch ihre Tante betroffen, die in der Einrichtung lebt und für die Renate Sopp-Dreyer die Vormundschaft übernommen hat.

Es ist dann nicht ganz so schlimm gekommen. Zwar ist an der Tatsache, dass das Pflegeheim Schaardeich 5 im Rahmen eines vom Insolvenzverwalter Dr. Heiner Buß ausgearbeiteten Sanierungsplanes so bald als möglich geschlossen werden soll, nicht zu rütteln – weshalb für die derzeit 16 Bewohner ein alternativer Heimplatz gefunden werden muss.

Aber wie den Angehörigen der Bewohner zwischenzeitlich mitgeteilt wurde, wird das Heim erst dann geschlossen, wenn der letzte Bewohner bzw. letzte Bewohnerin einen Alternativplatz gefunden hat. Das stellte die Inhaberin der Unternehmens, Christel Läkamp, auf Anfrage dieser Zeitung klar. Dass am 1. Weihnachtstag eine nicht zutreffende Information an die Bewohner gegangen sei, das sei, so Läkamp, „sehr unglücklich gewesen“.

Das vorläufige Insolvenzverfahren über das ZAP-Vermögen war, so der vorläufige Insolvenzverwalter, Dr. Heiner Buß (Wiesmoor), im Oktober 2011 aufgrund eines Insolvenzantrages der ZAP GmbH durch das Amtsgericht Wilhelmshaven angeordnet worden.

ZAP hatte die fälligen Löhne und Gehälter nicht mehr bezahlen können. Läkamp dazu: „Es ist für die kleinen Pflegeeinrichtungen immer schwieriger, sich auf dem Markt zu behaupten.“

Buß erklärte, dass die „Pflege seit der Anordnung der vorläufigen Verwaltung in vollem Umfang durchgeführt“ werde. Derzeit werde ein Sanierungsplan verfolgt, welcher den Erhalt der Pflegeeinrichtung in der Ebertstraße 21 mit 33 Pflegeplätzen bezwecke. In diesem Zusammenhang sei es unumgänglich, die Pflegeeinrichtung Schaardeich 5 zu schließen.

Der Umzug der Bewohner erfolge derzeit in Abstimmung mit diesen und den Angehörigen sowie in Abstimmung mit der Heimaufsicht. Die zukünftige Versorgung der Bewohner ist sichergestellt.

So hat zum Beispiel die Tante von Renate Sopp-Dreyer mittlerweile einen Platz im Evangelischen Seniorenheim in Fedderwardergroden gefunden.

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