Salzgitter /Wilhelmshaven Der Stahlkonzern Salzgitter bekommt für sein Projekt für eine klimafreundlichere Stahlherstellung Unterstützung von der Politik. Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) überreichte am Freitag einen Förderbescheid über fünf Millionen Euro. Die Salzgitter AG habe eine Zeitenwende für die gesamte Branche eingeleitet. Dies sei der erste Schritt.

Salzgitter-Chef Heinz Jörg Fuhrman betonte, mit dem Projekt „Salcos“ werde die Grundlage für eine nahezu CO2-freie Stahlproduktion gelegt. Das Geld wird für den Bau der ersten flexibel mit Wasserstoff und Erdgas betriebenen „Eisenerz-Direktreduktionsanlage“ (DRI-Anlage) verwendet. Dabei wird in dem Prozess auf den Einsatz von Kohle verzichtet, die bisher für die hohen CO2-Emissionen verantwortlich ist.

Es geht zunächst um den Bau einer Demonstrationsanlage in Salzgitter, erläuterte ein Sprecher auf Anfrage. Die „Direktreduktion“ von Eisenerz im industriellen Stil, mit grünem Wasserstoff auf Ökostrom-Basis, könnte aber schon bald folgen – in Wilhelmshaven. Gemeinsam mit dem Land, der Stadt, Uniper und dem Logistiker Rhenus läuft eine Machbarkeitsstudie.

Die Beteiligten setzen auf Zuschüsse, mittelfristig aber deutliche Kostensenkungen, auch für grünen Wasserstoff.

Rüdiger zu Klampen Redaktionsleitung / Wirtschaftsredaktion
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