BAD ZWISCHENAHN Mittwoch ist Würstchen-Tag bei Rügenwalder. Jeder Mitarbeiter des Wurst- und Fleischwarenherstellers aus Bad Zwischenahn (Kreis Ammerland) erhält am Vormittag jeweils zwei Wiener Würstchen aus eigener Produktion zur persönlichen Verkostung. „Das hat schon Tradition“, sagt Inhaber und Geschäftsführer Christian Rauffuss.

Und daran dürfte sich auch künftig nichts ändern. Denn trotz der angespannten gesamtwirtschaftlichen Lage konnte die Rügenwalder Mühle Carl Müller GmbH und Co. KG den Umsatz im Jahr 2009 um 4,4 Prozent auf 155 Millionen Euro steigern. Das Jahr des 175-jährigen Bestehens sei „sehr zufriedenstellend“ verlaufen, meinte Rauffus am Dienstag bei der Jahresbilanz.

Der Absatz stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 19 413 Tonnen (2008: 18 941). „In diesem Jahr streben wir die 20 000-Tonnen-Marke an“, sagte Rauffus. Die Chancen stehen gut, denn im ersten Quartal 2010 legt Rügenwalder mengenmäßig allein um zehn Prozent zu, wie die Geschäftsleitung um Rauffus, Michael Sanft (Finanzen, EDV und Personal) sowie Godo Röben (Marketing) mitteilte. Die Zahl der Beschäftigten sei mit 343 konstant geblieben. Zum Gewinn macht das Unternehmen traditionell keine Angaben.

Insgesamt sei die Nachfrage nach Fleisch- und Wurstwaren in Deutschland im vergangenen Jahr – nach einem schwierigen ersten Halbjahr – stabil geblieben. Weiter verfestigt habe sich der Trend hin zu SB-Ware. „Es wird gerne verpackt gekauft“, sagte Rauffus. Auch bei Rügenwalder stieg der Anteil der SB-Ware am Gesamtabsatz von 65 auf 69 Prozent. Mittelfristig erwartet die Rügenwalder-Unternehmensspitze hier sogar – wie schon heute bei Käse – einen Anteil von 90 Prozent.

Für das laufende Jahr setzen die Ammerländer vor allem auf Produktinnovationen und Investitionen und wollen den Fokus weiter auf die Themen Sicherheit und Transparenz setzen. „Die Verbraucher wollen wissen, was in den Produkten drin ist“, sagte Röben. Die ebenfalls in diese Richtung zielende Werbekampagne mit Fernsehmoderator Jörg Pilawa soll verlängert werden.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den NWZ-Wirtschafts-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Nachdem bei Rügenwalder im vergangenen Jahr 3,5 Millionen Euro investiert wurden (u. a. in den Bereich Forschung und Entwicklung) sollen die Gelder in diesem Bereich in diesem Jahr mit 7,5 Millionen mehr als verdoppelt werden. Geplant seien Investitionen in ein neues Schneidezentrum für Aufschnittware sowie Kapazitätserweiterungen im Bereich Pommersche Gutsleberwurst.

„Wir wollen auch in diesem Jahr durch neue Produkte wachsen“, sagte Rauffus und verwies u.a. auf die im April eingeführte frische Mettwurst mit Chili und Paprika. „Wir haben noch die eine oder andere Überraschung parat“, so Rauffus weiter. Nur am Mittwoch sind keine Überraschungen geplant. Da wird es auch künftig zwei Würstchen für jeden Mitarbeiter geben.

Jörg Schürmeyer Redakteur / Wirtschaftsredaktion
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.