OLDENBURG Dass der Nordwesten besser durch die Krise gekommen ist als andere Regionen, liegt auch an der Innovationsfreudigkeit seiner Mittelständler. Davon ist der Vorstand des Arbeitgeberverbandes (AGV) Oldenburg überzeugt – und er will zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit Innovationen zum zentralen Thema des Jahres machen. Neugier, Fantasie und Entscheidungsfreudigkeit seien wichtige Faktoren, damit neue Produkte und Verfahren entwickelt und dann auch konsequent umgesetzt würden, sagte AGV-Vorstandsvorsitzender Jörg Waskönig am Freitag in Oldenburg.

Nicht nur Bayern

Vielfach sei noch die Sichtweise verbreitet, Innovationen fänden vor allem in Bayern oder Baden-Württemberg statt, meinte Vorstandsmitglied Johannes van der Linde (Ludwig Freytag). Doch gerade im Nordwesten lauerten aktuell viele neue Chancen, zu deren Nutzung Innovationen vorangetrieben würden. Als Beispiel nannte er die Offshore-Windenergie, die neue Verfahren verlange. Bei ihm in Unternehmen seien z.B. alternative Gründungen für die riesigen Anlagen auf See entwickelt worden.

Man müsse systematisch erforschen, was die Kunden in Zukunft wollten – und mit eigenen Innovationen darauf reagieren, riet Peter Schulze (Kurbetriebsgesellschaft Bad Zwischenahn). In seiner Branche kämen Impulse aktuell aus den Kundenforderungen nach Service, Klimaverträglichkeit, Internet-Nutzung oder Berücksichtigung des demografischen Wandels.

Dr. Peter Schinzing, stellvertretender Vorstandssprecher der Oldenburgischen Landesbank, erinnerte an Vorzüge eines systematisch genutzten Vorschlagswesens. Das Know-how für neue Verfahren und Produkte stecke in den Köpfen der Mitarbeiter. Man müsse es anzapfen. Generell sei hohe Bereitschaft zu spüren, „neu zu denken“.

Ein innovationsfreudiges Klima werde durch eine „Kultur des Miteinanders“ und einen „kooperativen Führungsstil“ stimuliert, meinte Werner zu Jeddeloh (Büfa). In dieser Hinsicht habe sich in regionalen Firmen bereits vieles zum Positiven verändert. „Spaß bei der Arbeit ist der Nährboden“, ergänzte van der Linde.

Harte Arbeit

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Letztlich seien Innovationen „harte Arbeit“, betonte Personalberater Michael Wefers. Von zehn Ideen (für deren Entwicklung man Zeit brauche), kämen letztlich zwei in die engere Auswahl – und dann sei unternehmerisches Gespür für die richtige Entscheidung wichtig.

AGV-Hauptgeschäftsführer Jürgen Lehmann kündigte an, man werde 2010 vorbildliche Beispiele präsentieren. Die Firmen seien „schon innovativer, als mancher glaubt“.

Rüdiger zu Klampen Redaktionsleitung / Wirtschaftsredaktion
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