Oldenburg Das Klinikum Oldenburg braucht kurzfristig eine Finanzspritze der Stadt. Nach Informationen der NWZ geht es um ein Darlehen von bis zu zwölf Millionen Euro, mit dem das größte Oldenburger Krankenhaus einen „Liquiditätsengpass“ überbrücken will, wie es heißt. Der Stadtrat soll über die Kreditbitte in seiner nächsten Sitzung entscheiden.

Den Informationen zufolge benötigt das Klinikum das Geld, um das Weihnachtsgeld für die fast 3000 Mitarbeiter zahlen zu können. Die eigenen Mittel sind offenbar weitgehend ausgeschöpft.

SPEZIAL: Klinikum Oldenburg - ein Krankenhaus in der Krise

Das Klinikum schreibt seit geraumer Zeit rote Zahlen und rechnet nach 2017 auch für 2018 mit einem Millionen-Minus. Der Grund dafür sind vor allem Mindereinnahmen durch einen Rückgang bei den Patientenzahlen. Eine schnelle Verbesserung ist nicht in Sicht, nach NWZ-Informationen kündigt das sogenannte Frühwarnsystem des Klinikums geringere Einnahmen auch für das erste Halbjahr 2019 an. Das Klinikum befindet sich seit Monaten im Krisen-Modus. Vor diesem Hintergrund hat der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung entschieden, dem bisher allein verantwortlichen Vorstand Dr. Dirk Tenzer einen Sanierer an die Seite zu stellen. Die Suche nach einem geeigneten Kandidaten läuft.

Die aktuelle Kreditbitte ist nach Einschätzung von Ratspolitikern ein Hinweis darauf, dass die Finanzlage des Klinikums nicht nur schlechtgeredet werde, sondern „dass da tatsächlich etwas ist“.


Mehr Texte zum Klinikum:   www.­nwzonline.de/klinikum-oldenburg 
Karsten Krogmann
Redakteur
Reportage-Redaktion

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