Oldenburg Charisma, also die Wirkung auf andere – davon dächten nicht wenige, dies sei wohl das letzte, was für sie wichtig sei. „Aber sie irren sich“, betonte Claudia Kleinert, bekannte TV-Moderatorin („Wetter vor acht“) am Dienstagabend in der Vortragsreihe „NWZ-Impulse“ im Oldenburger Kulturzentrum PFL. Charisma sei „total wichtig“ – etwa zu Hause gegenüber Partner und Kindern, beim Brötchen kaufen oder auch in beruflichen Situationen. Man könne „deutlich wirkungsvoller werden“.

Oft empfänden Menschen etwa Gespräche als „schlecht gelaufen“, und Erwartungen blieben unerfüllt. Dann komme das Thema des (fehlenden) Charisma ins Spiel. Wichtige Faktoren seien dabei die Körpersprache, Emotionen, die Sprache und der Inhalt, den man rüberbringe, sagte Kleinert in der Veranstaltung. Sie riet dem Publikum sich mit der Frage zu beschäftigen: „Was strahlen wir aus? Was bekommt unser Gegenüber für ein Gesicht zu sehen?“

Menschen, die als charismatisch empfunden würden, hatten oft eine „derartige Ausstrahlung, dass sie andere positiv aufladen und für sich gewinnen können.“ Daran könne jeder arbeiten.

Dieses Thema fasziniert offenbar viele Menschen. Man sei „ausverkauft“, freute sich bei der Begrüßung der Gäste Uwe Mork, Leiter des federführenden Privatkundenbereichs bei der NWZ. Schon im achten Jahr laufe mit „Impulse“ ein Erfolgsformat mit viel Resonanz auf die Referenten, ergänzte Nadine Buschhaus vom NWZ-Partner Sprecherhaus. Kleinert sei aber auch „sehr, sehr prominent“.

Die 49-Jährige brachte einige konkrete Ratschläge mit, mit denen man sein Charisma, seine Wirkung auf andere verbessern kann. Eine Kernbotschaft: Man soll sein Gehirn auf Positives programmieren. Etwa mit Glaubenssätzen, die man sich oft sagen und damit verinnerlichen solle.

Es habe keinen Sinn, wenn man sich vor einer Herausforderung einrede: „Das werde ich nie schaffen.“ Oder wenn man den Tag betrübt angehe nach dem Motto: „Es wird grauenhaft.“ Besser sei: „Das wird super gelingen“. Oder: „Der Tag wird ganz großartig werden.“

Herausragend für die Wirkung auf andere sei auch, ob man ihnen zuhöre, betonte Kleinert. „Fokussieren Sie sich“, riet sie, wohl wissend, dass überall zahlreiche Ablenkungen lauern. Man müsse seinem Gegenüber das Gefühl geben, wichtig zu sein. Also schaue man ihm bzw. ihr in die Augen und greife Gesagtes, mögliche Gedanken und erkennbare Gefühle auf und frage nach. So fühlten Gesprächspartner sich ernstgenommen.

Viele Menschen seien aber viel zu sehr auf sich selbst fokussiert. Damit gehe auch das Charisma. Kleinert riet allen im Saal, sich dringend einmal Feedback bei Kollegen und im Privaten einzuholen: „Wie wirke ich?“ Das geschehe viel zu selten, bei Vorgesetzten sei es unerlässlich.

Die nächsten Veranstaltungen in der Reihe „NWZ-Impulse“:

21. Mai: Thema Veränderungsfähigkeit mit Referent Christián Gálvez

25. Juni: Thema Verantwortung für das eigene Handeln und „gelebte Werte“ mit dem Arzt Dr. Dr. Cay von Fournier


 Tickets unter:     www.sprecherhaus-shop.de 
Rüdiger zu Klampen Redaktionsleitung / Wirtschaftsredaktion
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