Oldenburg Die Stadt Oldenburg will ihrem finanziell angeschlagenen Klinikum mit weiteren 15 Millionen Euro unter die Arme greifen. Damit erhöht sich die städtische Finanzhilfe, auf die die Klinik quasi als Dispo-Kredit zugreifen kann, auf insgesamt 39 Millionen Euro. Das sehen Pläne vor, die Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann Vertretern des Stadtrats vorgestellt hat.

Bereits in den vergangenen Monaten hatte die Stadt dem Tochterunternehmen 24 Millionen Euro Finanzhilfen gewährt. Die Stadtverwaltung wollte die Zahlen am Freitag auf Anfrage nicht bestätigen, dementierte aber auch nicht.

Die Stadt hat dem Klinikum, das 2017 in die roten Zahlen gerutscht war, im vergangenen Jahr ein Reformprogramm verordnet. Ziel ist es, nicht nur das Defizit abzubauen, sondern deutliche Erträge zu erzielen.

Vorstand Rainer Schoppik berichtet derweil, dass die Talsohle durchschritten sei.

Doch für den weiteren Sanierungskurs seien die Finanzhilfen der Stadt fest eingeplant und auch erforderlich, betonte Schoppik, ohne auf Zahlen einzugehen.

Dem Vernehmen nach geht die Stadt davon aus, dass die Klinik auch 2020 Zuschüsse benötigt. Nach unbestätigten Angaben steht eine Gesamtsumme von 50 Millionen Euro Finanzhilfen für den Reformprozess im Raum, für die die Stadt geradestehen müsste. Die Verwaltung geht aber davon aus, dass das Geld nach dem für 2023 geplanten Abschluss der Sanierung wieder in den städtischen Haushalt zurückfließt.

Als Ursache der Schieflage gelten der Vertrauensverlust infolge der Patientenmord-Prozesse um Ex-Pfleger Niels Högel und interne personelle Querelen im Klinikum.

Christoph Kiefer Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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