Oldenburg /Istanbul Der Oldenburger Energiekonzern EWE steht vor dem Verkauf seines Türkei-Geschäfts an den Ölriesen Socar aus Aserbaidschan. Entsprechende Medienberichte aus der Türkei sind nach NWZ-Informationen korrekt.

Wie türkische Zeitungen berichten, soll der staatliche Energiekonzern Aserbaidschans (State Oil Company of Azerbaijan Republic/Socar) rund 140 Millionen Dollar für die EWE Turkey Holding und deren Tochtergesellschaften bieten. Dazu zählen Mehrheitsanteile an den regionalen Gasversorgern Bursagaz und Kayserigaz, die Handelsgesellschaft EWE Enerji und der Beratungsdienstleister Enervis.

Ein Socar-Sprecher bestätigte fortgeschrittene Gespräche mit der EWE. Er dementierte allerdings, dass schon Verträge unterzeichnet worden seien.

Der Oldenburger Energiekonzern wollte keine Namen kommentieren. Auf der Verbandsversammlung des Unternehmens am Freitag hatte EWE-Vorstandschef Stefan Dohler allerdings gesagt, dass man „auf einem guten Weg“ sei. Er sei zuversichtlich, dass EWE sich noch in diesem Jahr grundsätzlich mit einem Investor auf eine Übernahme werde einigen können.

Die EWE ist seit 2007 auf dem türkischen Markt aktiv und hat nach mehreren Expansionsschritten über ihre Tochtergesellschaften dort mehr als eine Million Kunden. Zuletzt häuften sich aber die Probleme. Dem Konzern machte der drastische Wertverlust der türkischen Lira zu schaffen, wodurch auch die EWE-Anteile deutlich an Wert verloren. Zudem wurde das Engagement angesichts der politischen Verhältnisse in dem Land auch im EWE-Gesellschafterkreis zunehmend kritischer gesehen.

Jörg Schürmeyer Redakteur / Wirtschaftsredaktion
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