Oldenburg Nach einem schwierigen Jahr 2018 hat die EWE trotz der Belastungen durch das Türkei-Geschäft im ersten Halbjahr 2019 den Umsatz und den operativen Gewinn wieder steigern können. Wie der Oldenburger Energie- und Telekommunikationskonzern am Dienstag mitteilte, legte der Umsatz um 7,8 Prozent auf 2,95 Milliarden Euro zu. Der operative Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg um 4,6 Prozent auf 271,8 Millionen Euro.

Beim Gewinn unterm Strich, von EWE als Periodenergebnis bezeichnet, musste der Konzern dagegen einen Rückgang von 149,7 auf 115,1 Millionen Euro hinnehmen. Als Grund nannte Finanzvorstand Wolfgang Mücher besondere Bewertungsregeln im Energiehandel. Dies habe aber keine Auswirkungen auf das operative Geschäft.

Mit Blick auf die Geschäftszahlen sprach die EWE von einem Halbjahr, das „im Rahmen der Erwartungen“ liege. Für das Gesamtjahr erwartet der Konzern einen Anstieg des operativen Ebit um zehn bis 25 Prozent gegenüber 2018. Als Begründung verwies ein Sprecher darauf, dass das Energiegeschäft „nicht linear“ verlaufe, weil etwa die Wind-Stromproduktion im stürmischen Herbst stärker ausfalle.

Beim Blick auf die einzelnen Segmente stieg im Bereich Vertrieb, Dienstleistungen, Handel der Umsatz im ersten Halbjahr um zehn Prozent auf 1,94 Milliarden Euro, was EWE u.a. auf erhöhte Energiehandelsaktivitäten und die Gaspreiserhöhung im Februar zurückführte. Das operative Ergebnis wuchs deutlich von 40,6 auf 73,8 Millionen.

Im Segment Erneuerbare, Netze und Gasspeicher lag der Umsatz mit 410,3 Millionen Euro um fünf Prozent unter Vorjahresniveau. Das operative Ebit betrug 205,8 Millionen (233,5 Millionen) Euro.

Die Bremer Tochter SWB konnte ihren Umsatz um 10,4 Prozent auf 563,8 Millionen Euro steigern. Das operative Ebit legte auf 41,7 Millionen (6,0 Millionen) Euro zu.

Die Zahl der Beschäftigten bei dem Oldenburger Energie- und Telekommunikationskonzern stieg im Mittel von 8372 auf 8741. Als Grund nannte die EWE u.a.Projekte bei Netzgesellschaften sowie die Marktraumumstellung von L- auf H-Gas. Denn für diese schrittweise Umstellung auf das mit einem höheren Energiegehalt versehene H-Gas in der gesamten Region braucht die EWE Techniker, die die Geräte erfassen.

Positive Nachrichten gab es beim Klimaschutz: Die spezifischen CO2-Emissionen sanken laut EWE auf 493 Gramm CO2 je Kilowattstunde. Dies bedeute gegenüber dem Ausgangswert 2005 eine Reduzierung um 40,4 Prozent. Damit habe EWE das 2014 gesetzte Ziel einer Verringerung um 40 Prozent bis 2020 vorzeitig erreicht.

Jörg Schürmeyer Redakteur / Wirtschaftsredaktion
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