Oldenburg Mehr Beschäftigte, weniger Arbeitslose: Auch 2019 hat sich der Arbeitsmarkt im Oldenburger Land positiv entwickelt. Dr. Thorsten Müller, Leiter der Arbeitsagentur Oldenburg-Wilhelmshaven, sprach am Donnerstag bei der Vorstellung der Bilanz in Oldenburg von einer „guten und erfreulichen Entwicklung“. Auch aus Sicht von Tina Heliosch, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Vechta, war 2019 insgesamt „wieder ein gutes Jahr am Arbeitsmarkt im Oldenburger Münsterland“. Allerdings seien mit dem Rückgang gemeldeter Stellen und sinkenden Abmeldungen im Arbeit auch deutliche Zeichen einer konjunkturellen Eintrübung in der zweiten Jahreshälfte erkennbar gewesen. Die Arbeitsmarktbilanz in Zahlen:

29.841 Arbeitslose gab es 2019 im Jahresdurchschnitt im Oldenburger Land. Das waren 1233 weniger als im Vorjahr. Im Agenturbezirk Oldenburg-Wilhelmshaven, der die Landkreise Ammerland, Oldenburg, Friesland und Wesermarsch sowie die drei kreisfreien Städte Oldenburg, Wilhelmshaven und Delmenhorst umfasst, verringerte sich die Zahl um 1155 (4,8 Prozent) auf 23 105, im Agenturbezirk Vechta (Landkreise Cloppenburg und Vechta) um 78 (1,1 Prozent) auf 6736. Zum Vergleich: Niedersachsenweit nahm die Arbeitslosenzahl im Schnitt um 4,3 Prozent ab, auf Bundesebene lediglich um 3,1 Prozent.

5,6 Prozent betrug die Arbeitslosenquote im Jahresdurchschnitt im Agenturbezirk Oldenburg-Wilhelmshaven. Das waren 0,4 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Im Oldenburger Münsterland lag die Arbeitslosenquote im Schnitt bei 3,7 Prozent (Vorjahr: 3,8 Prozent).

417 031 Personen waren zum Stichtag 30. Juni 2019 im Oldenburger Land sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das waren 8823 mehr als ein Jahr zuvor. Im Agenturbezirk Oldenburg-Wilhelmshaven stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um 2,0 Prozent auf 276 585. Im Agenturbezirk Vechta gab es ein Plus von 2,5 Prozent auf 140 446. Damit lag die Region über der Landes- (plus 1,7 Prozent) und Bundesentwicklung (plus 1,6 Prozent).

20 942 Stellenmeldungen gab es 2019 insgesamt im Bezirk Oldenburg-Wilhelmshaven – 2,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Zahl der gemeldeten sozialversicherungspflichtigen Stellen verringerte sich im vergangenen Jahr um 2,3 Prozent auf 20 419. Im Oldenburger Münsterland wurden dem Arbeitgeberservice 9065 neue Stellen gemeldet – ein deutlicher Rückgang um 14,3 Prozent.

37,1 Prozent der Arbeitslosen im Jahresdurchschnitt 2019 hatten im Agenturbezirk Oldenburg-Wilhelmshaven eine abgeschlossene Berufsausbildung. Vier Jahre zuvor waren es 42,1 Prozent. Demgegenüber stieg der Anteil der Arbeitslosen ohne abgeschlossene Ausbildung um 5,3 Prozentpunkte auf 56,2 Prozent der arbeitslos Gemeldeten. „Der Anteil arbeitslos gemeldeter Fachkräfte unter den Arbeitslosen ist in den vergangenen Jahren deutlich gesunken“, sagte Müller. Auch 2019 habe es eine hohe Nachfrage nach Fachkräften mit abgeschlossener Ausbildung gegeben. Der Markt sei zunehmend leer gefegt, sagte er. Aus Mangel an passgenauen Kandidaten sei die Offenheit bei vielen Arbeitgebern gewachsen. „Betriebe, die die gewünschten Fachkräfte nicht fanden, suchten verstärkt nach Helferinnen und Helfern mit Entwicklungspotenzial“, erläuterte Müller.

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Jörg Schürmeyer Redakteur / Wirtschaftsredaktion
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