APEN Königliche Anerkennung für einen Mittelständler aus dem Ammerland: Die Hoklartherm GmbH aus Apen liefert zwei schmucke Wintergarten-Gewächshäuser an das norwegische Königshaus. Sie sollen in einem Park nahe der Stadt Bergen ihren Platz finden, erläuterte Geschäftsführer Mirko Metjengerdes in einem Gespräch mit dieser Zeitung.

Die anspruchsvollen Norweger sind kein Einzelfall. Hoklartherm hat in letzter Zeit individuelle Metall/Glas-Konstruktionen an Kunden in zahlreiche Staaten geliefert, darunter Russland, Israel, Namibia und die USA.

„Von der Wirtschaftskrise sind wir bisher nicht betroffen“, konstatiert Metjengerdes, der das Unternehmen gemeinsam mit dem geschäftsführenden Gesellschafter Werner Hollander führt. Im Nordwesten sei spürbar, dass viele Menschen in die Verschönerung ihres Eigenheims bzw. ihres Grundstückes investieren – also etwa in private, teils auch zur Erholung genutzte Gewächshäuser, Wintergärten, Orangerien, Sonnenschutz, Sonderkonstruktionen oder Schwimmbadbedachungen. Zuletzt sei der Export-Anteil kräftig gestiegen. Die Aufträge werden von Geschäftspartnern in den jeweiligen Staaten hereingeholt.

Man liefere dabei viele „Produkte, die sonst keiner hat“, erläuterte Metjengerdes das Konzept. Dazu gehörten z.B. drehbare Pavillons, die geschlossen oder auch als Windschutz bzw. Sonnenschutz nutzbar seien. Zielgruppe sind stets private Investoren.

Hoklartherm hat heute 90 Mitarbeiter und erreicht fast zehn Millionen Euro Umsatz – eine Ammerländer Erfolgsstory. Sie entstand vor 27 Jahren aus einem Hobby Hollanders heraus. Er baute kreative Gewächshäuser, erst für Freunde und Bekannte, dann professionell.

Heute verlassen allein vom Wintergarten („Solar-Veranda“) Berlin rund 600 bis 900 pro Monat das Werk. Zum Unternehmen, das mehrmals kräftig in die Erweiterung investierte, gehört ein großes Ausstellungsgelände mit einer Orangerie, die als Cafe genutzt wird. Hoklartherm sei im Ammerland zum „Ausflugsziel“ geworden, freut sich der Geschäftsführer.

Basis-Material von Hoklartherm ist ein eigenes Aluminium-Profilsystem, das den individuellen Konstruktionen angepasst und beschichtet wird.

Für den königlichen Auftrag aus Norwegen wurden jetzt die Konstruktionspläne abgesegnet. Die Fertigung in Apen kann in Kürze beginnen.

Das Erfolgsrezept der Firma sieht Metjengerdes in den innovativen Produkten. Man habe sich aus dem von Verdrängung und Preisdruck gekennzeichneten Markt für Standardprodukte herausgehalten. Das wurde auch bereits mit einem 2. Preis in einem niedersächsischen Innovationswettbewerb gewürdigt.

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Rüdiger zu Klampen Redaktionsleitung / Wirtschaftsredaktion
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