Dieter Meyer, Obermeister der Kfz-Innung Oldenburg aus Hundsmühlen (Kreis Oldenburg), zum Thema E10.

FRAGE: Herr Meyer, ist der Biosprit E10 eigentlich auch bei den Betrieben der Kfz-Innung ein Thema?

MEYER: Auf jeden Fall. Dieses Thema bewegt ja viele Kunden. Deshalb müssen auch wir uns überlegen, wie wir damit umgehen. Wichtig sind klare Informationen der Hersteller – und am besten Garantien – zur Verträglichkeit. Wir selbst halten uns da bedeckt, denn es kann ja letztlich auch um Haftungsfragen gehen.

FRAGE: Stimmt es eigentlich, dass man mit E10 weniger weit fahren kann als mit normalem Superkraftstoff?

MEYER: Das sieht in der Tat so aus. Die Reichweite verringert sich nach unseren Informationen um etwa acht Prozent. Das ist also schon ein Faktor, den man in die Kalkulation, wenn man tankt, mit einbeziehen kann.

FRAGE: Hatten Sie schon Reparaturen im Zusammenhang mit E10 – also Autos, die diesen Kraftstoff nicht vertragen?

MEYER: Nein, das ist auch noch zu früh. Solche Schäden treten an den Motoren, die E10 nicht vertragen, erfahrungsgemäß erst nach einiger Zeit auf, also eher nach Jahren als nach Wochen. Das war einst auch so, als es in der Branche eine Pannenserie mit Kunststoffschläuchen gab, die bestimmte Kraftstoffe nicht vertrugen.

Rüdiger zu Klampen
Redaktionsleitung
Wirtschaftsredaktion

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