Oldenburg Eindrucksvolle Kulisse beim Auftakt der Metall-Tarifverhandlungen für den Bezirk „Küste“: Rund 2000 Beschäftigte von Metallbetrieben aus allen fünf Küstenländern, vor allem aber aus dem Nordwesten zogen am Donnerstag durch Oldenburg, um der Forderung nach fünf Prozent mehr Gehalt Nachdruck zu verleihen – mit Transparenten und Slogans wie „Wir haben es verdient“. Ziel war vom Bahnhof aus das Hotel CCH an der Weser-Ems-Halle, in dem die Verhandlungen von IG Metall Küste und dem Arbeitgeberverband Nordmetall begonnen hatten.

Dort unterbrachen die Delegationen kurz die Sitzung und kamen heraus. „Da drinnen hat man mitbekommen, dass wir hier sind“, freute sich Stephanie Schmollner (IG Metall Küste) am Mikrofon.

„Wo ist das Problem?“, fragte Metall-Verhandlungsführer Meinhard Geiken in Richtung der versammelten Kundgebungsteilnehmer (in Rot) und der Arbeitgeberdelegation (in Blau). Er verwies auf die EZB-Prognosen zur Teuerung sowie Produktivität. Wie üblich bereite man sich als Gewerkschaft „so vor, dass wir auch zum Arbeitskampf bereit sind“, ließ er die Muskeln spielen. Die fünf Prozent seien das Ergebnis von Gesprächen in den Betrieben und Tarifkommissionen. Manchem hätten auch 4,5 Prozent gereicht, andere hätten eher 9 Prozent favorisiert. Mitarbeiter von Firmen wie Brötje Heizung (Rastede) oder Premium Aerotec (Varel) betonten, es laufe gut. Oder: „Wir wollen unseren Anteil.“

Auch Nordmetall-Präsident Thomas Lambusch stellte sich – ungewöhnlich für Metaller-Kundgebungen – kurz dem Publikum. Die Forderung sei „völlig unangemessen“. Schon im letzten Jahr hätten die Prognosen zu Teuerung und Produktivität nicht gehalten. „Bleiben Sie maßvoll“, lautete sein Appell.

Wie erwartet, gab es zum Verhandlungsauftakt von „Küste“ in Oldenburg noch kein Ergebnis. Man erläuterte sich in dem Oldenburger Hotel gegenseitig die Vorstellungen. Nun hoffe man darauf, sich „einen mächtigen Schritt entgegenzukommen“, sagte Geiken. Im April dürfte die nächste Verhandlungsrunde stattfinden.

Die Kundgebungsteilnehmer traten die Heimreise an – in zahllose Orte auch im Oldenburger Land und Ostfriesland. Darunter waren Graepel (Löningen), NKT (Nordenham), Fassmer (Berne), Airbus (Bremen), Manitowoc (Wilhelmshaven) oder auch KS Gleitlager (Papenburg).

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Rüdiger zu Klampen Redaktionsleitung / Wirtschaftsredaktion
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