Düsseldorf (dpa) - Der harte Wettbewerb in der Schönheitsbranche macht der Parfümeriekette Douglas zu schaffen.

Ohne Zukäufe - also organisch - stagnierte der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017/18 (30. September) bei 2,8 Milliarden Euro, während es im Vorjahr noch ein Plus von gut 3 Prozent gegeben hatte. Das geht aus Zahlen hervor, die das Unternehmen in Düsseldorf veröffentlichte.

Die Kette hat eine Einkaufstour hinter sich: In Italien wurden die Kosmetik- und Parfümketten Limoni und La Gardenia mit rund 500 Geschäften übernommen, in Spanien kamen durch Zukäufe weitere 300 Filialen hinzu.

In Deutschland wurde der Händler Parfumdreams übernommen, um den eigenen Online-Handel zu stärken. Inklusive der Zukäufe kletterten die Erlöse um 17 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) wuchs um 6 Prozent auf 376 Millionen Euro.

Der deutsche Parfümeriemarkt ist derzeit im Umbruch, neue Konkurrenten machen dem Marktführer Douglas die Kunden streitig. So mischt auch der Online-Modehändler Zalando mit in dem Geschäft mit Duftwässerchen und Schönheitsprodukten. Auch die Parfümeriekette Sephora ist dabei, ihre Präsenz in Deutschland auszubauen - sie gehört zum französischen Luxuskonzern LVMH (Dior, Louis Vuitton, Moet&Chandon).

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Die neue Chefin Tina Müller verordnete Douglas eine Schönheitskur: Die Filialen werden umgestaltet, um sie wieder hochwertiger zu positionieren. Für Deutschland vermeldete der Konzern im Sommerquartal - also Juli bis September 2018 - wieder ein kleines Umsatzplus. Die Neuausrichtung sowie gekürzte Rabatte hätten "zu einer Trendwende im Deutschlandgeschäft geführt", heißt es nun. In Deutschland hat Douglas den Angaben zufolge 435 Filialen.

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