Tjumen Im westsibirischen Tjumen werden künftig erstmals in Russland junge Landwirte nach deutschem Vorbild im dualen System mit Theorie und Praxis ausgebildet. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) eröffnete am Mittwoch in der Hauptstadt der gleichnamigen Partnerregion des Landes Niedersachsen ein neues Ausbildungszentrum, in dem bis zu 200 Schüler unterrichtet werden sollen. „Das ist ein echtes Vorzeigeprojekt“, sagte Weil. „Die duale Ausbildung, wie sie bei uns üblich ist, kannte man hier bislang nicht.“

Die Deutsche Lehranstalt für Agrartechnik (Deula) in Nienburg hatte das 2012 von der Region Tjumen angeregte Projekt unterstützt. Das Land Niedersachsen beteiligte sich in der Folge daran mit rund 52 000 Euro. Die Kosten für die Modernisierung der Ausbildung wurden laut Staatskanzlei komplett von der Region Tjumen übernommen. Russische Lehrer sollen künftig aber auch in Deutschland weitergebildet werden.

„Das ist ein gutes Beispiel für eine gute Zusammenarbeit und unsere Partnerschaft mit Tjumen“, sagte Weil. Seit 1992 pflegt das Land die Kooperation mit der sibirischen Region, die wegen ihrer Öl- und Gasvorkommen als relativ wohlhabend gilt.

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Generell sei das deutsch-russische Verhältnis infolge der ungelösten Ukraine-Krise aber nach wie vor sehr belastet, betonte Weil. „Es herrscht derzeit eine Art kalter Frieden, die Situation ist sehr schwierig.“ Nach der Ansicht von Weil müsse die Politik daher mit Hochdruck an einer Entspannung arbeiten. „Davon profitieren beide Seiten.“

Zudem stand für Weil ein Besuch des Tjumener Werkes des Bad Bentheimer Unternehmens Bentec auf dem Plan. In Westsibirien stellt das niedersächsische Unternehmen Ölbohranlagen für den Markt in Russland und angrenzenden Ländern her. Werksleiter Oleg Fedorowskich führte den niedersächsischen Regierungschef durch die Produktion. Diesen Donnerstag fliegt Stephan Weil wieder zurück nach Deutschland.

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