Köln Wenn die Photokina ruft, kommen die Fotobegeisterten in Scharen. Auf der weltgrößten Messe im Bereich der Fotografie werden vom 26. bis 29. September in Köln die neusten Produkte und Trends vorgestellt. Gerade in den letzten Jahren befindet sich der Kameramarkt in einem Abwärtstrend, daher haben die Hersteller gar keine andere Wahl, als den Versuch mit neuen Produkten zu starten. Während Sony mit seiner α-Serie den Markt der spiegellosen DSLM-Kameras seit einem halben Jahrzehnt dominiert, ziehen jetzt auch endlich Canon mit der EOS R und Nikon mit den Modellen Z6/Z7 ins Rennen. Die eigentlichen Argumente dieser Kameras, nämlich kleiner, leichter und kompakter zu sein, haben die beiden Riesen allerdings verfehlt. Dafür überzeugen sie in ihrer Leistung: Bei 24,5- 45,7 Megapixel richten sich diese spiegellosen Vollformatkameras vor allem an ambitionierte Amateure und Profis. Das lassen sich die Marktführer aber auch gut bezahlen. Wer hier einsteigen will, kommt unter 2500 Euro (ohne Objektiv) nicht sehr weit.

Doch nicht nur um die Fotografie soll es gehen, auch der Videobereich wird immer wichtiger. DSLR und DSLM sind schon für viele zum Standard beim Filmen geworden, wobei der Camcorder immer weiter an Bedeutung verliert. Wer seine Bewegtbild-Aufnahmen auf das nächste Level der Qualität heben will, setzt auf gutes Video-Zubehör. Dies macht hochwertige Produktionen deutlich einfacher. Neuartige Gimbals haben es genauso auf die Messe geschafft wie die Hersteller von Mikrofonen. Rode, Sennheiser oder Shure bieten maßgeschneiderte Lösungen für jeden Zweck.

Bestimmt nicht der neueste Trend, aber einer der wichtigeren ist sicherlich die Produktion von 360-Grad-Videos und Bildern. Durch die immer größer werdende Verbreitung von VR-Lösungen erleben wir hier einen echten Aufschwung. Die Qualität der Videos nimmt zu – und der Preis der Kameras immer weiter ab. Günstige Modelle sind schon für unter hundert Euro zu haben. Wer mehr Wert auf eine gute Auflösung und einen unsichtbaren Übergang legt, bekommt auch schon welche für um die 250 Euro.

Eine echte Überraschung auf der Messe war sicherlich der Smartphone-Produzent Huawei. Mit dem neuen P20 und P20 Pro sorgten die Chinesen für große Augen. Handys auf einer Fachmesse für Fotografie gab es nämlich bisher noch nie.

Das größte Trendthema trägt aber den Namen KI. Künstliche Intelligenzen sollen den kreativen Menschen unterstützen, das Beste aus sich herauszuholen. Anwendung findet dies auch im Huawei P20 Pro, die KI soll hier Menschen unterstützen, die sich nicht mit der Theorie der Fotografie auskennen. In Echtzeit wird erkannt, was der Nutzer gerade fotografieren möchte: ein Porträt, einen Sonnenuntergang oder vielleicht auch einfach den schönen Sommertag. Alles wird selbstständig eingestellt und soll so für ein besseres Ergebnis sorgen.

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Auch bei der Bearbeitung der Bilder ist die KI ein Thema, wo vorher noch die Bearbeitung nach Indien und in andere Länder ausgelagert wurde, soll dies nun eine KI erledigen.

Für viele Besucher sind aber nicht allein die neuen Produkte der Grund für einen Besuch. Die Messe trumpft mit einer Vielzahl von Events und Keynotes auf. Ob es nun um einfache Tipps für den Anfänger geht oder um wichtige Hinweise für den Profi, für jeden ist etwas dabei. Doch zweierlei sollte man dabei beachten: Sitzplätze sind rar gesät, und der Andrang ist groß. Gerade der Andrang auf die Messe war aber auch ein Grund für die Betreiber, etwas am Grundsatz zu ändern: Die Photokina findet ab jetzt im Jahresrhythmus statt. Die nächste Messe wird vom 8. bis 11. Mai 2019 veranstaltet.

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