BAD ZWISCHENAHN Integration vor Ort zu leben – diesen Stichpunkt betonte die Niedersächsische Ministerin für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration, Aygül Özkan bei ihrem Vortrag „Vielfalt als Chance – Miteinander leben, voneinander lernen“ am Freitag in Bad Zwischenahn immer wieder. Sie sprach in der Veranstaltungsreihe „Zwischenahner Gespräche“ des Verbands der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft (vdw) in Niedersachsen und Bremen.

Zwei Tage lang hatten Experten und die rund 150 Teilnehmer aus Wirtschaft und Politik diskutiert. „Wir möchten in den Zwischenahner Gesprächen gesellschaftlichen Tendenzen auf den Grund gehen“, erklärte Carsten Ens vom vdw. So ging es am Freitag um das Thema „Multikulti – Chance oder Belastung“.

Ministerin Özkan beklagte, dass sich Institutionen mit den Integrationsproblemen befassen würden, Integration aber letztlich das sei, was täglich gelebt werde. Sie hielt vor Augen, dass 23 Prozent aller Jugendlichen in Niedersachsen einen Migrationshintergrund hätten. Deswegen gebe es keinen anderen Weg, als die Zukunft gemeinsam zu gestalten. Man müsse die Jugendlichen in die Arbeit führen und ihnen eine Perspektive bieten. Vom „Quartiersmanagement“ forderte sie, mehr öffentliche Räume und so Treffpunkte zu schaffen. Durch dieses „Miteinander – Füreinander“ könne es eine „soziale Kontrolle aus der Nachbarschaft heraus“ geben, die die Integration fördere, so Özkan.

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Prof. Dr. Christian Pfeiffer, Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen, erläuterte Ergebnisse einer Befragung von 45 000 Jugendlichen (27 Prozent davon mit Migrationshintergrund) 2007/2008. Wichtigstes Fazit: „Die Dinge werden tendenziell besser“. Man müsse allerdings die verschiedenen Migrantengruppen differenzieren, denn einige würden sich besser integrieren als andere.

Thema der vdw-Tagung war auch die Lage am Wohnungsmarkt. Eine neue Studie von Gewos empfiehlt für Oldenburg eine „Neubau-Offensive“. Im Ammerland drohten dagegen Leerstände.

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