Hannover /Berlin Das Thema Flüchtlinge ließ Bundeskanzlerin Angela Merkel auch auf der Technologiemesse Cebit nicht los. Bei ihrem traditionellen Rundgang wollte sie den Trends der Leistungsschau nachspüren – doch ein kleiner Junge hätte sie beinahe aus der Routine geworfen.

„Mein Papa hat mich mitgenommen“, sagte der achtjährige Albert, und reckte seine Luftballons in die Luft. Darauf steht Werbung für eine App seines Vaters für Flüchtlinge. Merkel blickte verdutzt. „Sehr gut, sehr schön – aber ich kann nicht stoppen, vielen Dank“, erklärte sie nur hastig.

Bei ihrem traditionellen Eröffnungsrundgang – der diesmal nicht zuletzt wegen der Wahl in drei Bundesländern erst am zweiten Messetag stattfand – blieb keine Zeit für unerwartete Begegnungen. Rund zwei Stunden Zeit nahm sich Merkel bei ihrer Tour durch die Hallen.

Mehr Tempo forderte die CDU-Politikern auch beim digitalen Umbau der Wirtschaft in Europa ein. „Die Zeit drängt“, sagte die Kanzlerin. Die Verschmelzung heutiger Angebote mit dem Internet müsse schneller kommen – denn das Potenzial für mehr Effizienz sei beträchtlich.

Die Digitalisierung der gesamten Wirtschaft ist ein zentrales Thema der diesjährigen Cebit. Die Bundesregierung setzte am Dienstag neue Maßnahmen in Gang, um die Lücke bei Risikokapital für junge Wachstumsunternehmen in Deutschland zu schließen und die Start-up-Landschaft zu beleben.

Das Bundeswirtschaftsministerium und die staatliche Förderbank KfW starteten einen Investitionsfonds von 225 Millionen Euro für Start-up-Firmen in der frühen Wachstumsphase.

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Expandierende Unternehmen sollen zudem leichter an Wagniskapital über Fondsinvestoren kommen. Dafür stehen weitere 500 Millionen Euro aus dem Europäischen Investitionsfonds (EIF) sowie dem ERP-Sondervermögen des Bundes bereit. Das Finanzierungsangebot für innovative Firmen solle so erweitert und mehr privates Kapital mobilisiert werden, erklärte das Wirtschaftsministerium in Berlin. Damit werde der Standort Deutschland für Wagniskapital attraktiver.

Auf der Cebit startete das Wirtschaftsministerium zudem einen neuen Gründerwettbewerb. Start-ups, die mit Hilfe von modernen Technologien ihre Ideen realisieren, sollen mit Preisgeldern von bis zu 600 000 Euro sowie Beratung unterstützt werden. Jährlich sind zwei Wettbewerbsrunden geplant.

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