Hannover /Westerstede Im Bilanzskandal beim deutsch-südafrikanischen Handelskonzern Steinhoff ermittelt die Staatsanwaltschaft Oldenburg weiter unter anderem wegen Steuerhinterziehung gegen frühere Geschäftsführer. Auch die Verfahren gegen aktuelle und frühere Konzernverantwortliche wegen falscher Bilanzen und Urkundenfälschung dauerten an, hieß es in einer Antwort der niedersächsischen Landesregierung auf eine Anfrage der Grünen-Politiker Stefan Wenzel und Dragos Pancescu (Brake/Wesermarsch).

Die Ermittlungen seien aufwendig und umfangreich. Wann mit dem Abschluss zu rechnen sei, lasse sich noch nicht absehen.

Die Steinhoff-Gruppe mit Wurzeln in Westerstede galt lange als Europas zweitgrößter Möbelkonzern. Die Ermittlungen in Oldenburg laufen bereits seit Ende 2015. Damals hatten Fahnder der Staatsanwaltschaft auch Geschäfts- und Privaträume des Möbelkonzerns durchsucht. Auch in Südafrika laufen Ermittlungen.

Im Dezember 2017 wurden Unregelmäßigkeiten in der Bilanz von Steinhoff eingeräumt, Firmenchef Markus Jooste trat zurück. Im März hatten Buchprüfer von systematischen Bilanzfälschungen berichtet und fragwürdige Buchungen mit einem Volumen von rund 6,5 Milliarden Euro dokumentiert. Ermittelt wird unter anderen gegen Jooste.

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