Hannover Zum Auftakt der bundesweiten Tarifverhandlungen für die Chemie- und Pharmabranche sehen Arbeitnehmer und Arbeitgeber noch viel Diskussionsbedarf. In der Auslegung der Branchenlage seien beide Seiten „meilenweit auseinander“, sagte der Verhandlungsführer der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie, Ralf Sikorski, am Montag in Hannover.

Auch der Verhandlungsführer des Arbeitgeberverbands BAVC, Georg Müller, sagte, es werde zunächst um die Interpretation der wirtschaftlichen Situation gehen: „Wenn wenig Spielraum da ist, sind Tarifverhandlungen immer sehr schwer.“

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Die erste Verhandlungsrunde mit knapp 200 Teilnehmern ist auf zwei Tage angesetzt. Es gilt als wahrscheinlich, dass die Verhandlungen am 21./22. November in Wiesbaden fortgesetzt werden.

In den Gesprächen geht es um die Arbeitsbedingungen von 580 000 Beschäftigten. Die IG BCE fordert neben einem spürbaren Lohnplus u.a. ein sogenanntes Zukunftskonto von jährlich 1000 Euro. Die Idee: Jeder Beschäftigte könnte individuell darüber verfügen und es in freie Tage umwandeln oder für eine längere Auszeit vom Job ansparen.

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