Minister Althusmann Will Lösung
Hoffnung für ehemalige Nordseewerke in Emden?

Auch nach der erneuten Insolvenz soll der Werft-Standort erhalten bleiben, heißt aus dem Wirtschaftsministerium des Landes. Gesucht wird ein möglicher Investor.

Bild: Carmen Jaspersen/dpa
Traditionsunternehmen in Emden: die Nordseewerke (Luftaufnahme von 2015)Bild: Carmen Jaspersen/dpa
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Hannover Nach der erneuten Insolvenz der ehemaligen Nordseewerke im ostfriesischen Emden sucht Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) eine langfristige Lösung für das Traditionsunternehmen. „Wir sind nach wie vor hoffnungsvoll, dass es gelingen wird, den Werft-Standort Emden zu erhalten“, sagte der niedersächsische Wirtschaftsstaatssekretär Berend Lindner am Dienstag im Hafenausschuss des Landtags. Althusmann werde sich daher am kommenden Donnerstag vor Ort mit allen Beteiligten treffen und auch an der Suche nach einem möglichen Investor beteiligen.

Das Nachfolgeunternehmen Nordseewerke Emden Shipyard (NES) hat Insolvenzantrag in Eigenregie gestellt und ist damit zum dritten Mal insolvent. „Das zeigt, dass die vermeintliche Lösung von 2016 doch nicht tragfähig war“, sagte Lindner, der auf die komplexen Eigentümer-Strukturen verwies. „Wir wollen das Know-how vor Ort erhalten“, betonte er. Insgesamt seien aktuell 85 Mitarbeiter betroffen. Das Insolvenzgeld sei sicher, erklärte Lindner. Er werde in den nächsten Tagen das Gespräch mit der Eigentümer-Familie suchen.

Die frühere Traditionswerft Nordseewerke zählte einst zu den größten deutschen Marinewerften mit bis zu 5000 Beschäftigten. 1974 hatte Thyssen die Werft übernommen und 2010 verkauft. Nach dem letzten Stapellauf 2009 und einem zweiten Insolvenzantrag 2015 wurde der Schiffbau eingestellt. Seitdem ist die neue Nordseewerke Emden Shipyard (NES) und ein Werft- und Dockbetrieb auf dem Gelände aktiv. Zuletzt wurden in Kooperation mit der Emder Schiffbaufirma EMS Segmente für Kreuzfahrtschiffe an die Meyer Werft geliefert.

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