Hannover Als Innovations-Plattform für vernetzte Produktionsabläufe der Zukunft rückt die Hannover Messe in diesem Jahr die Künstliche Intelligenz in den Fokus. Voraussetzung sei die industrielle Nutzung des superschnellen neuen Mobilfunkstandards 5G, der auch das autonome Fahren ermögliche, sagte Messe-Chef Jochen Köckler am Mittwoch in Hannover. Acht neue Anwendungen im Produktionsbereich sollen auf der Messe in einem Testfeld („5G-Arena“) gezeigt werden.

„Jetzt ist der große Durchbruch“, sagte der Nokia-Manager Thorsten Robrecht, dessen Unternehmen am Aufbau des Testfelds beteiligt ist. Das Thema ziele zur Hälfte auf Konsumenten, zur anderen Hälfte aber auf die Indus-trie, die der neue Standard nachhaltig voranbringen könne. Die Vision einer Fabrik der Zukunft werde gerade Realität, meinte der Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH, Rolf Najork. Nötig seien Fabriken, die sich täglich neu Kundenanforderungen flexibel anpassen. Eine Konsequenz sei aber, dass Mitarbeiter laufend qualifiziert werden.

Der Technikkonzern will ab 2022 jährlich mehr als eine Milliarde Euro Umsatz mit Anwendungen rund um die sogenannte Industrie 4.0 machen. Bosch liefert etwa Technik für autonome Transportfahrzeuge, die Komponenten an die Arbeitsplätze in einer Fabrik liefern können, und Roboter unterstützen Mitarbeiter bei eintönigen oder schweren Arbeiten. Softwaresysteme helfen in der Produktion bei der Qualitätssicherung. Ohne eine schnelle konsequente 5G-Anwendung drohe die deutsche Industrie von der asiatischen Konkurrenz abgehängt zu werden. „Ohne Partnerschaften werden wir uns nicht an der Spitze halten“, mahnte Najork.

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Bei der nach Veranstalterangaben weltgrößten Leistungsschau werden unter dem Motto „Industrial Intelligence“ vom 1. bis zum 5. April rund 6500 Aussteller aus 75 Ländern in Hannover erwartet. Partnerland ist in diesem Jahr Schweden, das mit 160 Betrieben unter den ausländischen Ausstellern Platz vier belegt. Nummer eins ist China, vor Italien und der Türkei.

Pioniere der digitalen Industrie und andere Vordenker sollen sich auch mit Fragen wie der Arbeit der Zukunft auseinandersetzen. „Es geht eben nicht ohne Menschen in einem sehr flexiblen Umfeld“, sagte Martin Ruskowski vom Deutschen Forschungszen-trum für Künstliche Intelligenz. Sich wiederholende Prozesse könnten Roboter allerdings besser.

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