Insolvenz Bei Werft
Nordseewerke: Rettung in Sicht?

Am Donnerstag ist Wirtschaftsminister Bernd Althusmann vor Ort. Ziel sei eine langfristige Perspektive. Worum könnte das gehen?

Bild: Hero Lang
Die erneut insolventen Emder Nordseewerke wollen ihr Marinegeschäft ausbauen.Bild: Hero Lang
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Hannover /Emden Es gibt positive Signale für eine Rettung der Emder Nordseewerke: „Wir sind hoffnungsvoll, dass wir den Werftstandort Emden erhalten können“, sagte Wirtschaftsstaatssekretär Berend Lindner am Dienstag im Hafenausschuss des Landtags. Es würden Verhandlungen mit einem neuen möglichen Investor geführt und Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) werde am Donnerstag dieser Woche in Emden sein, um Gespräche mit Vertretern der Geschäftsführung und der Mitarbeiter, mit dem Emder Oberbürgermeister Bernd Bornemann sowie mit Vertretern der Industrie- und Handelskammer und der Papenburger Meyer Werft zu führen. Vorrangig sei es, die 85 Arbeitsplätze zu retten und langfristig zu erhalten.

Nach dem dritten Insolvenzantrag soll das Folgeunternehmen saniert und neu ausgerichtet werden. Das sei das Ziel der Insolvenz in Eigenverwaltung, sagte der Geschäftsführer der Nordseewerke Emden Shipyard (NES), Patrick Hennings-Huep. Trotz der Insolvenz gebe es weiterhin Einkünfte, sagte er am Dienstag. Derzeit sei das Unternehmen etwa an Aufträgen von Thyssen-Krupp am U-Bootbau und auch für German Naval Yards am Korvettenbau beteiligt.

Das Nachfolgeunternehmen Nordseewerke Emden Shipyard (NES) hatte vergangene Woche Insolvenzantrag in Eigenregie gestellt. „Das zeigt, dass die vermeintliche Lösung von 2016 doch nicht tragfähig war“, sagte Lindner, der auf die komplexen Eigentümer-Strukturen verwies. „Wir wollen das Know-how vor Ort erhalten“, betonte er.

Geschäftsführer Hennings-Huep zeigte sich zuversichtlich, dass die Neuausrichtung gelingen werde. Zu den Plänen zählten der Ausbau des Marinegeschäfts und Kooperationen mit anderen Anbietern in diesem Bereich.

NES war 2015 gegründet worden. Als größere Aufträge wurden zuletzt in Kooperation mit der Emder Firma EMS Segmente für Kreuzfahrtschiffe an die Meyer Werft in Papenburg geliefert. Die Meyer Werft hatte kürzlich die Qualität und Termintreue dieser Arbeiten bemängelt und keine weiteren Aufträge in Aussicht gestellt.

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