WILHELMSHAVEN Weil er im Internet ein Handy für 55 Euro angeboten, die Kaufsumme eingesteckt, die Ware aber nicht geliefert hat, muss ein 51 Jahre alter Familienvater aus Wilhelmshaven nun für zwei Monate ins Gefängnis. Ein entsprechendes Urteil des Amtsgerichtes in Wilhelmshaven ist am Dienstag vom Oldenburger Landgericht bestätigt worden.

Um seine Tat zu rechtfertigen, hatte der Angeklagte mehrere Versionen angeboten. Anfangs hatte er erklärt, er habe das Handy liefern wollen, das sei aber bei einem Umzug verloren gegangen. Dann sagte er, er habe das Handy mit der Post losgeschickt. Weil es nicht angekommen sei, müsse es eben auf dem Postweg verschwunden sein.

Zum Schluss erklärte der Angeklagte, er habe die Anschrift des Käufers verloren. Deswegen habe er diesem das Handy nicht schicken können.

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Schließlich gab der arbeitslose Angeklagte dem Jobcenter die Schuld. Wenn das Jobcenter besser und schneller gezahlt hätte, hätte er die 55 Euro des Käufers zurücküberweisen können. Mittlerweile sei das geschehen, so der 51-Jährige. Er betonte noch einmal, dass er nie vorhabt habe, zu betrügen. Doch das glaubte ihm keiner.

Der Angeklagte, der um eine Bewährungsstrafe bat, ist 17 Mal einschlägig vorbestraft, saß wegen Betruges schon längere Zeit im Gefängnis und stand zum Zeitpunkt der aktuellen Tat bereits unter Bewährung. Deswegen wurde die Berufung des Angeklagten verworfen.

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