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BERLIN Ein Auftakt nach Maß: Von „läuft wie geschnitten Brot“ bis „wirklich gut“ lautet die erste Bilanz der Aussteller aus dem Nordwesten auf der Berliner Grünen Woche. Der Delmenhorster „Wanderbäcker“ Volker Kasing („Unser Brot ist so gesund, das gibt es normalerweise nur auf Krankenschein. Damit wird man 100 Jahre alt.“) fühlt sich ausgesprochen wohl in der Halle 20. Da ist Leben. Der Umzug für Niedersachsen aus der Halle 5 „hat sich gelohnt“, betont Kasing, der nach Berlin auch „Wulff-Brötchen“ mitgebracht hat – „Mitnehmen ohne zu bezahlen!“ Am Eingang gelegen, „gehen die Besucher zwei Mal an uns vorbei – zu Beginn und beim Abmarsch“, lobt der Delmenhorster den neuen Standort. Wichtig auch für den Brotverkauf. Die Laibe wiegen schließlich 1,5 Kilogramm. Abends stehen lange Schlangen vor seiner Schau-Bäckerei: „Das ist keine Ausstellung, hier kann man etwas kaufen“. Das lassen sich die meisten Messe-Besucher nicht zwei Mal sagen.

Das Oldenburger Münsterland nebenan profitiert von Kasing. Wegen der Käufer-Schlangen. „So kommen wir mit den Leuten noch besser ins Gespräch“, sagt Verbund-Geschäftsführer Rudi Hockmann, der ebenfalls den Hallen-Wechsel begrüßt. „Das Interesse am Oldenburger Münsterland ist sehr, sehr gut“, freut sich Hockmann. Besonders die Informationen über Radwanderungen treffen auf viel Resonanz. Dass sich Niedersachsen mit großartigen Musikgruppen“ (Hockmann) auf der Bühne nebenan präsentiert, bringt natürlich weiteres Publikum.

Eine der besten Lagen hat sich auch Hobbie-Fleisch aus Edewecht in Halle 12 gesichert. Nur im drängelnden Schritt-Tempo geht es an dem Stand mit Wurstwaren, Wattwürmern und Ammerländer Schinken vorbei. Große Probiertüten gehen über die langen Thekenmeter. Am Bayern-Stand gegenüber werden die Weißwürste kalt. Am Hobbie-Stand dampft der Publikums-Betrieb wie bei den Bajuwaren nur das gleichnamige Bier auf der anderen Seite.

Kein Verschnaufen auch bei Ludger Fischer aus Vechta. „Ich bin der letzte Fleischer, der Niedersachsen noch in Berlin vertritt“, lautet Fischers Credo, das er lautstark an die Passanten weitergibt. Qualität hat seinen Preis, heißt die Botschaft. „Mit wenig Geld kann man kein überragendes Produkt kaufen“, betont Fischer, dessen Stand dem „Immer-Billiger“ trotzt – und trotzdem glänzende Geschäfte macht. „Kleine Fleischer können nur auf Qualität gehen. Dabei wird regionale Vermarktung immer wichtiger“, betont der Aussteller aus Vechta, der schon seit 25 Jahren der Grünen Woche die Treue hält. „Geld ist hier in Berlin nicht zu verdienen, weil die Standmieten so hoch sind“, sagt Fischer, der bei großen Reitsportereignissen oder auf dem Oktoberfest zu Hause ist. „Wichtig ist das Folgegeschäft“, lautet Fischers Philosophie: „Wenn die Leute in ganz Deutschland sagen, ach’ den kenn’ ich aus Berlin“.

Auf Folgegeschäfte setzen natürlich auch der Kaminofen-Bauer Leda aus Leer („Sauberes Heizen mit gutem Gewissen“) in der eher ruhigen Halle 5.2 sowie der Pavillon- und Wintergartenbauer Hoklartherm. Gleich in zwei Hallen präsentiert sich die Firma aus Apen. Dicht an dicht drängen sich die Massen durch die Blumenhalle 9. „Seit 20 Jahren sind wir auf der Woche, diesmal läuft es wirklich gut“, bilanziert Gerrit Wermter, Assistent der Geschäftsleitung. „Wir fallen mit unseren innovativen Angeboten wie dem Dreh-Pavillon auf“, sagt der Ammerländer, der schon erste Abschlüsse getätigt und „internationale Kontakte“ geknüpft hat. Die neuesten Kunden kommen aus Aserbaidschan, Polen und Lettland. Berlin, das Tor zur Welt auch für Apen.

Gunars Reichenbachs Chefkorrespondent / Redaktion Hannover
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