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Prof. Dr. Heinz-W. Appelhoff, Sprecher der Geschäftsführung der Treuhand Oldenburg GmbH, zu Steuer-Änderungen 2011.

FRAGE: Was ändert sich bei der Lohnsteuerkarte?

APPELHOFF: Sie hat ausgedient und wird nicht mehr durch ein neues Exemplar ersetzt. Die elektronische Lohnsteuerkarte wird die Lohnsteuerkarte aus Papier bis 2012 ablösen. In der Übergangsphase gilt die Lohnsteuerkarte 2010 auch für 2011. Wer 2011 erstmals eine Lohnsteuerkarte benötigt, beantragt sie bei seinem Finanzamt, das künftig auch für Änderungen an den gespeicherten Steuerdaten zuständig ist. In 2011 ist folgendes zu beachten: ­Ledige, die 2011 erstmals ein Ausbildungsverhältnis beginnen, benötigen keine Lohnsteuerkarte. Sie teilen ihrem Arbeitgeber lediglich die Steuer-Identifikationsnummer, Geburtsdatum und Konfession mit und bestätigen, dass es sich um ihr erstes Dienstverhältnis handelt. ­Bei einem Wechsel des Arbeitgebers im Laufe des Jahres 2011 nehmen Sie Ihre Lohnsteuerkarte mit.

FRAGE: Und Freibeträge?

APPELHOFF: Sofern Freibeträge – zum Beispiel für Kinder, Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte (Werbungskosten) – auf der Lohnsteuerkarte 2010 eingetragen sind, gelten diese auch in 2011 weiter.

FRAGE: Was ist mit dem häuslichen Arbeitszimmer?

APPELHOFF: Wer regelmäßig zuhause arbeitet und für seine betriebliche oder berufliche Tätigkeit als Arbeitsplatz nur das häusliche Arbeitszimmer zur Verfügung hat, kann wieder bis zu 1250 Euro bei der Steuererklärung geltend machen. Dies gilt auch, wenn dieses Arbeitszimmer nicht der Mittelpunkt der beruflichen oder betrieblichen Betätigung ist. Von der Neuregelung profitieren z.B. Lehrer, denen in der Schule zur Vor- und Nachbereitung des Unterrichts kein Arbeitsplatz zur Verfügung steht. Die Regelung gilt rückwirkend ab 2007.

FRAGE: Auch bei eingetragenen Lebenspartnern gibt es Änderungen.

APPELHOFF: Ja, sie sind im Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuerrecht nunmehr vollständig gleichgestellt. Bislang galt – seit 2009 – nur eine Gleichstellung bei sachlichen und persönlichen Steuerbefreiungen. Jetzt gilt sie auch bei der Steuerklasse und damit beim Steuertarif.

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FRAGE: Stichwort Haushaltshilfe bzw. Handwerker?

APPELHOFF: Die Kosten können von der Einkommensteuer abgesetzt werden. Ausnahme ab 2011: Dienstleistungen, die mit öffentlichen Mitteln, etwa der KfW, gefördert werden. So soll doppelte Unterstützung unterbunden werden.

Rüdiger zu Klampen Redaktionsleitung / Wirtschaftsredaktion
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