NORDERNEY Die Steigenberger-Gruppe betreibt das Hotel. Das ursprüngliche Finanzkonzept wurde überarbeitet.

Von Jochen Brandt NORDERNEY - Dem Bau eines Fünf-Sterne-Hotels auf Norderney steht nach offiziellen Angaben nichts mehr im Weg. „Die Finanzierung steht“, sagte gestern der Allgemeine Vertreter des Bürgermeisters, Christian Ewen. Der Fonds der Finanzierungsgesellschaft, die für den Hotelbau 65 Millionen Euro sammeln sollte, werde nun geschlossen. Schon im Oktober könne mit dem Bau der Anlage in direkter Nachbarschaft zum Kurhaus begonnen werden.

Hartnäckig hatten sich auf der Insel in den vergangenen Monaten Gerüchte gehalten, das Millionen-Projekt stehe vor dem Aus. Am Freitagabend nun habe die GPC-Gruppe mit Sitz in Hamburg und Berlin ihre Zusage gegeben, so Ewen. Die Gruppe – sie berät unter anderem in Sachen Vermögensmanagement – übernimmt die für das Projekt gegründeten Gesellschaften vollständig. Betreiber der Luxusherberge wird, wie bislang vorgesehen, die Steigenberger-Gruppe mit Sitz in Frankfurt: „Wir haben nie an dem Projekt gezweifelt“, sagte gestern Steigenberger-Sprecherin Angelika Heyer. „Der Management-Vertrag läuft über 20 Jahre.“

Die Luxusherberge wird nach Angaben der Steigenberger-Gruppe vier Stockwerke haben und Platz für 171 Zimmer und Suiten bieten. Zudem sind zwei Restaurants, eine Bar, eine Terrasse und sechs Tagungsräume geplant. Auch ein großer Wellness- und Beauty-Bereich gehört dazu. Das 50 Millionen Euro teure Hotel soll dort gebaut werden, wo bislang das Kurmittelhaus und ein Verwaltungsgebäude standen. Eine direkte Verbindung zum Kurhaus ist geplant.

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Wer genau das Geld für den Bau des Fünf-Sterne-Hotels hinlegt, wollte Ewen gestern nicht verraten. Wahrscheinlich konnte er es auch gar nicht. Nur so viel steht nach seinen Angaben fest: Die GPC-Gruppe vertritt in Sachen Luxusherberge eine kleine Zahl finanzkräftiger Unternehmerfamilien sowie eine Bank. „Es sind weniger als zehn“, sagte Herbert Visser, der Erste Stellvertretende Bürgermeister von Norderney über die Zahl der Investoren.

Damit ist das ursprüngliche Finanzierungskonzept über den Haufen geworfen. Die Norderney Invest GmbH unter Geschäftsführer Claus Cohrs hatte zunächst auf eine Vielzahl von Anlegern gesetzt. Cohrs hat seinen Posten als Geschäftsführer aufgegeben: „Im gegenseitigen Einvernehmen und aus persönlichen Gründen“, wie es gestern hieß. Die Rolle als Geschäftsführer übernimmt Dr. Günter Jensen von der GPC-Gruppe. „Alle Verträge mit der Stadt und ihren Gesellschaften haben weiter Bestand“, sagte Visser mit Blick auf städtebauliche Vereinbarungen und den Bebauungsplan. Investoren, die bereits unter Geschäftsführer Cohrs gezeichnet hatten, werden ihr Geld wieder zurückbekommen.

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