Fedderwardersiel Einen gemeinsamen Naturschutz-Fonds werden die Bingo-Umweltstiftung und die Heinz-Sielmann-Stiftung zum 1. September ins Leben rufen. Das teilte Bingo-Geschäftsführer Karsten Behr während der Mitgliederversammlung des Vereins Natur-Netz Niedersachsen in Fedderwardersiel (Kreis Wesermarsch, Gemeinde Butjadingen) mit.

Der Fonds wird mit einem Gründungskapital von 45 Millionen Euro ausgestattet sein.

Beitreten können dem Fonds, den es laut Behr in dieser Art bundesweit bisher nicht gibt, Stiftungen mit einer Einlage von mindestens 500.000 Euro. Aus den Erträgen sollen Natur- und Umweltschutzmaßnahmen gefördert werden. Die Niedersächsische Bingo-Stiftung für Umwelt und Entwicklungszusammenarbeit finanziert sich aus Mitteln der Glücksspielabgabe, die sich zu einem großen Teil aus Einnahmen der Bingo-Umweltlotterie speisen.

Von Bingo gefördert wird auch das Natur-Netz Niedersachsen. Dieses Netzwerk von 67 Stiftungen und Organisationen, die im Bereich Umwelt- und Naturschutz agieren, repräsentiert ein Stiftungsvermögen von mehreren hundert Millionen Euro, ein jährliches Fördervolumen von mehr als 15 Millionen Euro und ein Flächeneigentum von mehreren zehntausend Hektar und ist damit ein wesentlicher Akteur im Natur- und Umweltschutz in Niedersachsen.

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In der Mitgliederversammlung im Nationalparkhaus in Fedderwardersiel forderten 44 Delegierte aus ganz Niedersachsen, unter ihnen auch Vertreter der Naturschutzstiftung des Landkreises Oldenburg, der Stiftung Oberfeuer Preußeneck Eckwarderhörne und der Stiftung Gewässerschutz Weser-Ems, das niedersächsische Umweltministerium müsse umgehend durch die Novellierung der Verordnung über Kompensationsflächen sicherstellen, dass Informationen über Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen zentral einsehbar sind.

Bislang, so Natur-Netz-Vorsitzender Hartmut Schrap aus der Grafschaft Bentheim, sind die Kommunen lediglich verpflichtet, ihre Kompensationsflächen den Landkreisen mitzuteilen, die erforderliche Vernetzung gebe es nicht. So komme es zu ungewollten Mehrfachförderungen von Maßnahmen.

Hartmut Schrap, Geschäftsführer der Naturschutzstiftung des Landkreises Bentheim, wurde in Fedderwardersiel ebenso in seinem Amt bestätigt wie die Stellvertreter Dr. Katrin Flasche von der Stiftung Kommunale Umweltaktion UAN und Franz Hüsing von der Stiftung Zukunft Wald sowie Schatzmeister Karsten Behr. Neu zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt wurde Mathias Zimmermann von der Stiftung Naturschutzpark Lüneburger Heide.

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