Erfurt Joachim Rukwied bleibt Präsident des Deutschen Bauernverbandes. Der 59-Jährige wurde am Freitag bei einer Mitgliederversammlung in Erfurt mit 81,6 Prozent der abgegebenen Stimmen wiedergewählt. Enthaltungen werden nach der Satzung des Bauernverbandes wie nicht abgegebene Stimmen gewertet. Von den 457 gültigen und im Sinne der Satzung abgegebenen Stimmen erhielt Rukwied 373 Ja- und 84 Nein-Stimmen.

Nachwuchs-Problem

Rukwied wurde im Jahr 2012 zum ersten Mal als Präsident des Deutschen Bauernverbandes gewählt und im Jahr 2016 in seinem Amt bestätigt. Damals konnte er bei seiner Wiederwahl 88,76 Prozent der abgegebenen Stimmen auf sich vereinen. Im Deutschen Bauernverband sind nach dessen eigenen Angaben mehr als 90 Prozent der knapp 300 000 landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland freiwillig Mitglied. Die Spitze des Verbandes wird regulär alle vier Jahre gewählt.

Unterdessen hat Rukwied Frauen dazu aufgefordert, sich stärker in den Gremien seines Verbandes zu engagieren. „Ich wünsche mir, dass wir engagierte Frauen haben, die auch Biss haben und die auch nach vorn kommen wollen und ihre Ideen mit einbringen“, sagte er am Freitag beim Deutschen Bauerntag in Erfurt.

Zudem sprach der 59-Jährige davon, dass sein Verband ein „gewisses Problem beim Nachwuchs“ habe – vor allem bei der Generation unter 40 Jahren. „Wir brauchen die Verjüngung“, sagte Rukwied. Es sei nötig zu überlegen, wie die Verbandsarbeit wieder interessanter gestaltet werden könne.

Sorge um Schweinehalter

Die Schweinehaltung stecke laut Rukwied in der größten Krise seit Jahrzehnten. Als Gründe nannte er unter anderem Ausfälle bei Schlachtungen wegen der Corona-Pandemie und die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest. Die Preise für Schweinefleisch seien im freien Fall. „Das ist dramatisch, das ist beschämend“, sagte Rukwied.

Die Mitgliederversammlung des Deutschen Bauernverbandes hätte eigentlich bereits Ende Juni in Lübeck stattfinden sollen, fiel aber wegen der Corona-Pandemie aus.

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