Bremen /Oldenburg Auch für den Nordwesten steht beim Technologiewandel hin zur Elektromobilität viel auf dem Spiel – angesichts von 45 000 Mitarbeitern im Großraum Oldenburg/Bremen und weiteren 40 000, die laut einer Studie der Jade Hochschule indirekt an der Autobranche hängen. Das wurde bei der Herbstkonferenz des Branchennetzwerkes Automotive Nordwest bei Schulz Systemtechnik in Bremen deutlich. In ihm sind Zulieferer, aber auch Forscher und andere Interessierte organisiert. Klar wurde: Viele Firmen bereiten sich auf die Elektromobilität vor.

Manche stehen dabei nicht nur als Produzenten vor Herausforderungen – sondern auch als Nutzer der Fahrzeuge: Alle Unternehmen, die eigene Fuhrparks betreiben, werden sich beim Wechsel auf Elektrofahrzeuge in ihren Abläufen umstellen müssen – vom lokalen Pflegedienst bis zur internationalen Spedition.

„Nach mehreren Versuchen, den Verbrennungsmotor durch Elektroantriebe zu ersetzen, scheinen alle Verantwortlichen dies nun mit großer Energie und auch mit gesetzlichen Regeln voranzutreiben“, umriss Manfred Meise, Vorstandsvorsitzender von Automotive Nordwest, das Thema bei der Konferenz, die von der Metropolregion Nordwest gefördert wurde. Hersteller von Fahrzeugkomponenten etwa stünden nun vor der Frage, welche Produkte bald nicht mehr gebraucht werden und wie sie diese Lücken durch Neues schließen können. Auf Anwenderseite stehe nun die Auswahl der Fahrzeuge im Vordergrund, aber auch die Planung von Ladestationen für Mitarbeiter, Kunden und Gäste.

Dass dem elektrischen Antrieb die Zukunft gehört, verdeutlichte Rainer Raddau (EWE). In deutschen Ballungszentren würden Schadstoff-Grenzwerte überschritten, und der Verkehr nehme stetig zu. So seien Städte und Kommunen gezwungen, neue Konzepte zu entwickeln. Gleichzeitig sei mit weiter fallenden Preisen zu rechnen, glaubt Markus Spiekermann vom E-Carsharing-Anbieter Move About. Nicht nur die Batterien würden billiger, sondern auch die Produktion von erneuerbaren Energien.

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