WILHELMSHAVEN In einer kleinen Feierstunde wurden die vorerst letzten 20 Beschäftigten der Restaurierungswerkstatt der BeKA verabschiedet. Am 31. Juli endete für sie die AGH-Maßnahme (Arbeitsgelegenheit), in der Fahrzeuge für verschiedene Technik-Museen und Eisenbahn-Vereine restauriert worden sind.

Eingeladen waren neben Wilhelmshaven Bürgermeister Holger Barkowsky auch das Jobcenter Wilhelmshaven und Vertreter der Auftraggeber der aktuellen Projekte vom Eisenbahn-Verein Bruchhausen-Vilsen, dem Feuerwehr-Museum Jever und der Interessengemeinschaft zur Erhaltung historischer Fahrzeuge aus Wilhelmshaven.

Seit 1987 wurden – mit einigen kurzen Unterbrechungen und einer Schließung von 2003 bis 2006 – immer wieder Maßnahmen der Beschäftigungsförderung in der Restaurierungswerkstatt an der Planckstraße organisiert, in der Fahrzeuge, Maschinen und Geräte für eine Nutzung im Museumsbetrieb aufbereitet wurden. Zu den Auftraggebern gehörten auch das Deutsche Technik Museum in Berlin oder das Eisenbahnmuseum Darmstadt-Kranichstein. In den letzten Jahren kamen die Objekte mehr aus dem norddeutschen Raum.

Unter einer Vielzahl von größeren und kleineren Museumsstücken, die vollständig überholt und in neuem Glanz die Werkstatt verlassen haben, gehörten zu den bedeutendsten Projekten unter anderem 1987 der Umbau eines ehemaligen Röntgenbusses zum „Ökobus“, 1988 der Neuaufbau des NWF-Busses der Stadtwerke, der heute noch vom Verein „Wilhelmshavener Verkehrsgeschichte betrieben wird und 1996 bis 2003 die betriebsfähige Wiederherstellung von zwei „Wismarer Schienenbussen“ und einem großen Schienenbus VT 08, die in den Museumsbahnen in Darmstadt-Kranichstein und Bruchhausen Vilsen eingesetzt werden.

Jetzt wurden als letzte Objekte eine Diesellok und drei Waggons für die Museumsbahn in Bruchhausen-Vilsen und ein Feuerwehrfahrzeug für das Feuerwehrmuseum Jever übergeben.

In den vergangenen dreieinhalb Jahren wurde die Restaurierungswerkstatt als Teilprojekt des „Integrationsprojekts Wilhelmshaven“ im Rahmen des Bundesprogramms BIWAQ (Soziale Stadt – Bildung, Wirtschaft Arbeit im Quartier) betrieben. Das Jobcenter Wilhelmshaven finanzierte 20 Teilnehmerplätze für Langzeitarbeitslose. Damit wurden etwa 180 Personen gefördert.

„Das Grundprinzip der BeKA-Beschäftigungsprojekte konnte in der Restaurierungswerkstatt in hervorragender Weise umgesetzt werden“, so BeKA-Geschäftsführer Peter Siefken. Beschäftigung und Qualifizierung seien mit sinnvollen Arbeiten und Produkten verbunden gewesen, für die es eine konkrete Verwendung gab und die in der Öffentlichkeit auch wahrgenommen wurden.

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Als direktes Sprungbrett in den regulären Arbeitsmarkt konnte die Arbeit in der Restaurierungswerkstatt selten dienen. Dazu seien, so Siefken, die Ausgangslagen bei den Teilnehmern häufig zu problematisch. Das angestrebte Fernziel sei für die meisten Teilnehmer jedoch sehr viel näher gerückt, da durch die fachlich angeleiteten Tätigkeiten neue berufliche Perspektiven erschlossen und durch die sozialpädagogische Begleitung bestehende Hürden beseitigt werden konnten.

Eine Wiederaufnahme des Projekts wäre jederzeit möglich, so Peter Siefken. Die Restaurierungswerkstatt habe sich einen hervorragenden Ruf bei vielen Eisenbahn- und Technik-Museen erarbeiten können. Und dort seien noch viele erhaltenswerte Objekte vorhanden.

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