NEW YORK Das Internet-Netzwerk Facebook steuert auf einen Börsengang der Superlative zu. Bis zu 11,8 Milliarden Dollar (neun Milliarden Euro) können auf das Konto des Unternehmens und in die Taschen der bisherigen Anteilseigner fließen. Auch Gründer Mark Zuckerberg wird Kasse machen – und dennoch das Ruder weiterhin fest in der Hand halten. Der Wert des gesamten Unternehmens könnte bis zu 96 Milliarden Dollar erreichen. Es ist der mit Abstand größte Börsengang einer Internetfirma.

Ursprünglich hatte Facebook Einnahmen von fünf Milliarden Dollar angepeilt, Beobachter hatten mit einer Aufstockung auf zehn Milliarden Dollar gerechnet. Doch die Zahlen, die Facebook jetzt in seinem aktualisierten Börsenprospekt veröffentlichte, toppten alle Erwartungen.

Die einzelne Facebook-Aktie soll zwischen 28 und 35 Dollar kosten. Der genaue Preis wird festgelegt, kurz bevor der Handel mit den Wertpapieren an der US-Technologiebörse Nasdaq beginnt. Das wird vermutlich Mitte Mai sein.

Etwas mehr als die Hälfte der Einnahmen fließen dem Unternehmen zu. Den Rest streichen die Alteigentümer ein, die sich von einem Teil ihrer Anteile trennen. Zuckerberg selbst verkauft 30 Millionen seiner insgesamt knapp 534 Millionen Aktien und könnte damit gut eine Milliarde Dollar einnehmen. Damit will er fällige Steuern begleichen. Die Gesamtzahl der Facebook-Aktien weist das Börsenprospekt mit 2,14 Milliarden aus. In einem ersten Schritt wechseln gut 337 Millionen Aktien den Besitzer.

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Trotz des Börsengangs wird Zuckerberg (27) seine Firma weiter fest im Griff behalten: Er besitzt „Super-Aktien“ mit zehnmal mehr Stimmrechten als diejenigen Wertpapiere, die beim Börsengang angeboten werden. Sein verbleibender Anteil könnte auf dem Papier anfangs annähernd 18 Milliarden Dollar schwer sein. Die dominierenden Stimmrechte machen den wahren Wert von Zuckerbergs Aktien jedoch schwer messbar. Er kontrolliert am Ende 57 Prozent aller Stimmrechte.

Das weltgrößte Online-Netzwerk mit rund 900 Millionen Nutzern gilt als künftiger Börsenstar.

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