Statistik Zu Niedersachsen
Wo die Viehdichte in der Region am höchsten ist

In Damme gibt es besonders viele Schweine. Garrel ist die Puten-Hochburg. Doch beim Vieh pro Hektar liegt eine kleine Gemeinde im Emsland vorn.

Bild: Jan Woitas/dpa
Im Weser-Ems-Gebiet ist die Viehdichte vergleichsweise hoch.Bild: Jan Woitas/dpa
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Damme /Friesoythe /Klein Berßen In Friesoythe werden über 3,6 Millionen Hühner gehalten, auf den Weiden im Kreis Geestland bei Cuxhaven grasen 60 000 Rinder, in Damme werden 312 000 Schweine gemästet und Garrel ist mit 650 000 Tieren die Puten-Hochburg. Aber bei der Ermittlung der Großvieheinheiten (GV) pro Hektar hat eine Gemeinde im Emsland die Nase vorn: Klein Berßen.

Klein Berßen weist bei 14 Betrieben 5258 GV aus; und zwar sind das sechs Schweinezüchter oder -mäster mit 6841 Tieren und acht Hühnerhalter mit 1,1 Millionen Tieren. Dazu kommen noch vier Betriebe mit Rindern.

Bei 759 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche ergibt das für Klein Berßen ein Wert von 6,9 GV/ha. Diese Zahlen weist das Landesamt für Statistik aus. Es folgen Bakum mit 4,5 GV/ha, das mit 74 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche kleine Dorf Neukamperfehn im Kreis Leer mit 4,3, dann Damme mit 4,2 und schließlich Wietmarschen in der Grafschaft, Spahnharrenstätte im Emsland und Essen im Kreis Cloppenburg mit jeweils vier GV/ha.

Ein Rind ist eine Großvieheinheit (GV), Kälber werden mit 0,3, Mastschweine mit 0,16, Zuchtschweine aber mit 0,3 und Legehennen mit 0,004 angesetzt. 250 Masthähnchen sind also ein GV.

Die Niederlande haben 3,82 GV/ha, Dänemark 1,61, die EU 0,9, Deutschland 1,1 und Niedersachsen 1,2 GV/ha. Der viehstarke Weser-Ems-Raum kommt auf 2,1 GV/ha, an der Spitze die Kreise Vechta (3,6), Cloppenburg (3,1), Grafschaft Bentheim (2,6) und Emsland (2,3).

Einst galten drei GV/ha als gefährlich fürs Grundwasser. Allerdings gelten in der konventionellen Landwirtschaft zwei GV/ha bereits als extensive Bewirtschaftung.

Georg Keckl, Teamleiter bei der Ernteberichterstattung beim Landesamt für Statistik, hält nicht viel von diesen festen Werten. Hühner werden eingerechnet, Hühnerkot dagegen oft weggefahren. Gülle wird transportiert und auf Ackerflächen im Kreis Schaumburg oder Lüchow-Dannenberg, die Dünger-Defizite haben, aufgebracht. Dann käme es auch auf die Nutzung der Ackerböden oder die intensive Grünlandbewirtschaftung an. Die jetzt eingeführte Hoftorbilanz im Rahmen des neuen Gülle-Erlasses werde eine bessere Beobachtung und zielgenaue Bewirtschaftung mit besser möglicher Abrechnung bringen.

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