Bremen /Oldenburg Die Bremer Landesbank (BLB) steht wie erwartet vor einem größeren Personalabbau: Dort sollen rund 200 Jobs gestrichen werden. „Die Mitarbeiter wissen, dass sich der Stellenabbau wahrscheinlich um die 20 Prozent bewegen wird – und das soll möglichst sozialverträglich erfolgen“, sagte der neue Vorstandschef Christian Veit dem Bremer „Weser-Kurier“. Die Landesbank hat rund 1000 Beschäftigte. Wie viele Stellen konkret am zweiten Sitz in Oldenburg gefährdet sind, konnte man auf Anfrage in Bremen nicht sagen. Entscheiden würden darüber am Ende eher Geschäftsfelder, nicht Proporzgedanken.

Wie der Stellenabbau im Detail aussehen wird, wollte Veit im Interview nicht sagen. „Das Konzept soll im ersten Halbjahr 2017 stehen und innerhalb der kommenden drei Jahre umgesetzt sein“, sagte er. Im Mittelpunkt stünden zunächst Überlegungen zur künftigen Strategie. Eine Sprecherin ergänzte auf Nachfrage, man gehe davon aus, dass betriebsbedingte Kündigungen vermieden werden könnten.

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Die BLB war wegen fauler Schiffskredite in Schieflage geraten. Daher übernahm die niedersächsische NordLB das Institut zu Jahresbeginn zu 100 Prozent. Für 2016 erwartet das Bremer Bankhaus einen hohen dreistelligen Millionenverlust, die Risikovorsorge für Schiffskredite wurde auf insgesamt eine Milliarde Euro erhöht. Schon im ersten Halbjahr 2016 belief sich das Defizit wegen Wertberichtigungen auf 384 Millionen Euro nach Steuern.

Vor diesem Hintergrund war eine Komplettübernahme der zweitkleinsten deutschen Landesbank durch die NordLB vereinbart worden, die zuvor bereits 54,8 Prozent an der BLB hielt. Das Bundesland Bremen verkaufte dazu seinen 41-Prozent-Anteil. Auch der Sparkassen- und Giroverband Niedersachsen verkaufte seine knapp vier Prozent an die NordLB. Nach der Einigung hatten der bisherige Vorstandschef Stephan-Andreas Kaulvers und sein Stellvertreter Heinrich Engelken ihre Posten zur Verfügung gestellt. Gut aufgestellt sei das Geldhaus im Segment der erneuerbaren Energien und bei Firmenkunden, sagte Veit der Zeitung. Die Schiffskrise als Auslöser der Schieflage der Landesbank sei aber längst nicht vorbei, warnte er.

Rüdiger zu Klampen Redaktionsleitung / Wirtschaftsredaktion
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