Brake In der Zentraldeponie Brake Käseburg wurde im Jahr 1991 ein System integriert, um Gas zu erfassen, das bei biologischen Abbauprozessen entsteht. Das so gesammelte Deponiegas wird auf der Anlage zur Energiegewinnung genutzt. Prüfungen haben nach den Worten des Geschäftsführers der GIB Entsorgung Wesermarsch, Hans Conze-Wichmann, jedoch ergeben, dass die Deponiegaserfassung altersbedingt nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik entspricht. Der Bau von zusätzlichen Anlagen zur Erfassung von Gas sei notwendig, um weiterhin effizient die Treibhausgasemissionen zu minimieren und die Umwelt zu schützen. Zwölf Gasbrunnen werden nun um den Kern des abgedeckten Deponiekörpers Süd in Tiefen von 7 bis 13 Metern angelegt, um maximalen Nutzen zu erzielen. Im Betriebsausschuss Abfallwirtschaft sagte Conze-Wichmann, dass jährlich 3500 Tonnen CO2 eingespart werden könnten.

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Die Deponie Käseburg besteht aus zwei getrennten Abschnitten. Der jüngere Abschnitt Nord wurde im Jahr 1989 errichtet und befindet sich noch in der Betriebsphase. Der Abschnitt Süd hingegen stammt aus dem Jahr 1976 und wurde bis 1993 mit Abfällen verfüllt. Das horizontale Rohrleitungssystem zur Sammlung von Deponiegas ist über Drainageleitungen mit den Gasschächten am Deponierand verbunden. Von den Schächten aus wird das Deponiegas zum betriebseigenen Blockheizkraftwerk (BHKW) geleitet. Im BHKW entsteht aus dem Deponiegas elektrische Energie und Wärme, die in der Sickerwasserkläranlage für den Reinigungsprozess benötigt wird.

Das Bundesministerium für Umwelt und der Projektträger Nationale Klimaschutzinitiative unterstützen die verbesserte Erfassung von Deponiegas. Die Installation von zwölf vertikalen Gasbrunnen im Kernbereich der Deponie Süd wird laut Conze-Wichmann mit 488 000 Euro gefördert. Laut GIB Entsorgung Wesermarsch haben die Arbeiten begonnen und sollten bis April 2023 abgeschlossen sein.

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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