Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat am Freitag an seine Vortagesgewinne angeknüpft. Letztlich gewann der Leitindex 0,40 Prozent auf 12.860,40 Punkte und untermauerte so seinen höchsten Stand seit Mitte Juni.

Im Vergleich zur Vorwoche brachte der deutsche Leitindex ein Plus von etwa 2,4 Prozent über die Ziellinie. Er verbuchte so nicht nur die vierte positive Handelswoche in Folge, sondern auch seine erfolgreichste seit März.

Die Anleger setzten zu Wochenschluss weiter auf Entspannung im Handelsstreit zwischen den USA und der EU. Außerdem sorgten starke Wachstumsdaten aus den USA für gute Laune.

Der MDax der mittelgroßen Unternehmen hinkte dem Dax mit einem Anstieg von 0,12 Prozent auf 26.975,28 Punkte zwar etwas hinterher. Der Technologiewerte-Index TecDax dagegen rückte noch etwas deutlicher um 0,69 Prozent auf 2952,76 Punkte vor.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stieg am Ende um ein halbes Prozent. Die Länderbörsen in Paris und London gingen mit ähnlich hohen Gewinnen aus dem Handel. In New York bewegte sich der Dow Jones Industrial zum europäischen Handelsschluss in etwa auf seinem Vortagsniveau.

Zu Wochenschluss stand unter Anlegern das US-Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal im Fokus. Auf das Jahr hochgerechnet bedeuteten 4,1 Prozent den stärksten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts seit etwa vier Jahren. Am Vortag schon hatte sich ohnehin Optimismus breit gemacht, da der US-Präsident und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker Gespräche über die Abschaffung von Zöllen aufnehmen wollen.

Abgesehen vom Handelsstreit und aktuellen Konjunkturdaten richteten die Anleger ihre Blicke am Freitag auch auf die in Gang gekommene Berichtssaison. In Frankfurt stand dabei vor allem BASF im Mittelpunkt - mit einem Kursrutsch um 2,7 Prozent fiel die Aktie aber negativ auf. Der Chemiekonzern konnte beim Ergebnis nicht mit den Markterwartungen Schritt halten.

Im Autosektor zollten die Aktien im Dax außerdem ihrer Vortagsgewinne wegen dem Übereinkommen zwischen Donald Trump und der EU ihren Tribut: Für Daimler, Volkswagen und BMW ging es um bis zu 0,6 Prozent bergab.

Die Deutsche Telekom hingegen mischte sich mit einem 2-prozentigen Plus unter die Spitzenwerte im Dax. Eine Kaufempfehlung der Citigroup-Analysten gab hier Auftrieb. Ähnlich hoch waren die Gewinne bei der Lufthansa. Nach der schwachen Kursentwicklung im bisherigen Jahresverlauf sieht Analyst Daniel Roeska von Bernstein Research nun für das zweite Halbjahr wieder Aufwärtspotenzial bei der Fluggesellschaft.

Im MDax waren die Anteilsscheine von Axel Springer mit einem Anstieg um 2,66 Prozent gefragt, nachdem das boomende Geschäft mit Kleinanzeigen im Internet auch im zweiten Quartal ein wichtiger Antriebsfaktor für das Medienhaus gewesen war. Kion dagegen setzten ihre Talfahrt vom Vortag mit einem Minus von 6,35 Prozent fort. Öl ins Feuer goss hier am Freitag die Deutsche Bank mit einer pessimistischen Studie.

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Nemetschek dagegen sprangen im TecDax um rund 10 Prozent an. Mit einem zwischenzeitlichen Rekordhoch von 132,60 Euro schwammen die Aktien des Softwareunternehmens, das auf die Baubranche spezialisiert ist, weiter auf ihrer Erfolgswelle. Von Anlegern gefeiert wurden die vorgelegten Resultate für das zweite Quartal.

Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite bei 0,22 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,02 Prozent auf 141,07 Punkte. Der Bund-Future legte knapp um 0,06 Prozent auf 162,09 Punkte zu. Für den Euro wurde zuletzt 1,1657 US-Dollar gezahlt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1625 (Donnerstag: 1,1716) Dollar festgesetzt.

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